Ein bisschen Trubel herrscht immer, wenn Fachleute für Cybersicherheit zusammenkommen. 2026 soll Hannover aber zum echten Brennpunkt werden – zumindest, wenn man den Veranstaltern der secIT by heise Glauben schenken mag. Niedersachsen Innenministerin Daniela Behrens gibt den Startschuss und eröffnet die Kongressmesse, die nicht nur jene anspricht, die sich ohnehin ständig durch Datenströme und Notfallpläne wühlen. "Die Anforderungen an Security-Teams sind in den letzten Jahren förmlich explodiert", sagt Jörg Mühle von heise medien. "Man spricht nicht mehr bloß über Firewalls oder wie man irgendetwas mit VPN abwickelt – es geht um handfeste, teils unbequeme Entscheidungen im laufenden Betrieb." Das klingt nach Alarmbereitschaft und gleichzeitig nach dem Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen.
In vier Hallen und auf vier Bühnen wechseln sich Expertinnen und Experten klangvoll mit Themen ab, in denen Begriffe wie Incident Response oder Identitätsmanagement keine Fremdwörter sind. Auch dem Thema Künstliche Intelligenz – ja, da kann man geteilter Meinung sein, aber sie prägt die IT-Sicherheit der Gegenwart – wird reichlich Raum eingeräumt. Wer gerne tiefer gräbt, kann in mehrstündigen Workshops oder knackigen Deep Dive Sessions zwischen Theorie und „Wie mache ich das jetzt eigentlich…“ abwägen.
Neu ist das Format Women in Tech – und gerade der Diversität in der Branche wird damit wohl nicht nur aus PR-Gründen ein Forum gegeben. Speziell für Einsteiger gibt es eigene Vorträge und praxisnahe Hands-on-Sessions. Besonders interessant klingt der Workshop am 18. März: 'Vom Notfallplan zur Notfallübung', in dem nicht gelehrt, sondern ausprobiert und diskutiert wird. Der Messetrubel bringt dann die unterschiedlichsten Köpfe zusammen – von gestandenen Netzwerkadmin bis zum Einsteiger, der noch überlegt, ob Cybersecurity tatsächlich mehr ist als ein Buzzword.
Wer mag, kann seine Fragen direkt an Lösungen von 166 Ausstellern spiegeln. Zwischen den Gängen der vier Hallen verlieren Begriffe wie „regulatorische Anforderungen“ oder „Investitionen“ schnell ihren Schrecken, wenn man ins direkte Gespräch kommt. Am Ende ist die secIT by heise eben das, was sie laut Veranstalter längst ist: Die Plattform für Austausch, Praxis und Orientierung im Sicherheitsdschungel – mit einer Prise ehrlicher Selbstdarstellung.
P.S.: Journalisten, die auf der Suche nach O-Tönen sind, finden mehr Infos und Akkreditierungsmöglichkeiten direkt auf der Website. Bleibt offen: Welche Kritikpunkte könnten an so einer Riesenmesse auftauchen? Zu viel Marketing oder echte Substanz? Wer hingeht, wird es erleben.
Die secIT by heise 2026 positioniert sich mit 166 Ausstellern und aktuellen Themen rund um Cybersicherheit als eine der wichtigsten Plattformen im deutschsprachigen Raum. Neben hochkarätigen Vorträgen – etwa von Manuel Atug und Daniel Lorch – stehen tiefgehende Workshops, praxisnahe Sessions für Anfänger sowie neue Formate wie Women in Tech im Vordergrund. Der Trend zur Diversität, die steigende Bedeutung von KI in der IT-Security sowie praxisnahe Notfallübungen zeigen, wie vielseitig und anspruchsvoll die Sicherheitsbranche inzwischen geworden ist.
Erweiternd betrachtet die aktuelle Berichterstattung (u.a. bei Zeit, FAZ und t3n), wie Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen zunehmen und kleine wie große Unternehmen herausfordern, ihre Notfallpläne und Investitionen anzupassen. Diskutiert wird dabei auch, dass die Diskussion um KI-getriebene Angriffs- und Verteidigungsmethoden auf Messen wie der secIT eine entscheidende Rolle spielt und Themen wie Fachkräftemangel oder Diversität in Technikberufen gerade jetzt forciert werden. Die Mischung aus Technik, Politik und gesellschaftlicher Verantwortung zeichnet auch andere aktuelle Branchenevents aus und spiegelt die große Unsicherheit wider, mit der IT-Sicherheitsverantwortliche derzeit umgehen müssen.