Silberjubiläum für Qualität: 25 Jahre QM-Zertifizierungen bei Nordrhein-Apotheken

Düsseldorf – Qualität, Struktur und ein wachsendes Miteinander: Seit einem Vierteljahrhundert sorgt das Qualitätsmanagement der Apothekerkammer Nordrhein für Verlässlichkeit in der Arzneimittelversorgung.

heute 16:43 Uhr | 1 mal gelesen

Vor 25 Jahren hätte vermutlich niemand vorhergesehen, wie grundlegend das Qualitätsmanagement der Apothekerkammer Nordrhein den Apothekenalltag verändern würde. Aus improvisierten Formularen und viel Idealismus entstand ein detailliertes System, das mittlerweile als feste Instanz für sämtliche Mitgliedsapotheken gilt. Es waren Apothekerinnen und Apotheker – Menschen aus der Praxis –, die das nach und nach aufbauten, manchmal im schnellen Schritt, manchmal mit einem kleinen Umweg. Anlässlich der Kammerversammlung wurden Dr. Jutta Doebel und Dr. Gerald Kaliwoda für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt. Sie waren von Anfang an als Auditoren und Mitglieder der Zertifizierungskommission dabei, packten mit an, vertrauten auf gegenseitiges Lernen und blieben, anders als man erwarten würde, über Jahre hinweg voller Energie. Ursprünglich existierten keine festgezurrten Standards – die ersten Audits waren, so könnte man sagen, noch echte Abenteuerfahrten. Formblätter wurden improvisiert, Prozesse ausprobiert. "Die Kammer ist kein starres Regelwerk, sondern etwas zum Selberanfassen," wie Dr. Doebel es ausdrückt. Diese Mentalität – der Mut zum Ausprobieren – verhalf der Qualitätssicherung zu echtem Leben. Die Vorlage zur Satzung des Qualitätsmanagements kam 2000, der große Durchbruch mit dem bundeseinheitlichen BAK-Zertifikat dann 2008. Es entstand das, was heute oft selbstverständlich erscheint: Vergleichbarkeit und Transparenz auch dort, wo es vorher eher ein Nebeneinander von individuellen Lösungen gegeben hatte. Das Interessante dabei? Die Auditoren kennen die Apotheke von innen. Da werden keine unrealistischen Vorgaben aus dem Elfenbeinturm gemacht, sondern Prüfer und Geprüfte sprechen auf Augenhöhe. "Von Apothekern für Apotheker" ist nicht bloß ein Slogan. Der Charme dieser Prüfung: Sie ermöglicht Offenheit und fruchtbaren Austausch, selbst wenn der eine oder andere Audit-Termin anstrengend sein mag. Doch warum all das? Der eigentliche Sinn offenbart sich im Alltag: Fehlervermeidung, Orientierung und letztlich mehr Freude und Zusammenhalt im Team. Und für die Patientinnen und Patienten? Mehr Sicherheit, bessere Beratung. Dinge, die Online-Versandapotheken niemals liefern können – da hilft auch kein Algorithmus. Wie geht es weiter? Trotz 25 Jahren Erfahrung bleibt der Nachholbedarf: Digitalisierung, neue Versorgungsformen und eine immer kompliziertere Gesetzeslage fordern die Apotheken weiterhin heraus. Aber das Eingeständnis, dass Qualität eben keine Einbahnstraße ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten zwei Dekaden. Wie Dr. Hoffmann – Präsident der Kammer – treffend sagte: Was sich hier als Engagement zeigt, ist ein echtes Versprechen für die Zukunft der Branche.

Das Qualitätsmanagementsystem der Apothekerkammer Nordrhein feiert ein auffälliges Jubiläum: 25 Jahre, in denen Audit-Standards, Kollegialität und Patientenorientierung Hand in Hand gingen. Die Prozesse wurden von Praktikern für Praktiker entwickelt, mit dem Ziel, Arzneimittelversorgung sicher, nachvollziehbar und menschlich zu gestalten. Im aktuellen Umfeld, in dem Apotheken durch Digitalisierung, Arzneimittelknappheit und Komplexität der Versorgung mehr denn je gefordert sind, ist die Rolle des professionellen Qualitätsmanagements relevanter denn je. Ergänzend berichten Branchenmedien von bestehenden Herausforderungen wie Lieferengpässen und wachsendem Wettbewerb durch den Versandhandel, was die Vor-Ort-Apotheken unter Druck setzt. Allerdings unterstreichen Experten, dass gerade qualitätsgesicherte Beratung und persönliche Betreuung zentrale Wettbewerbsfaktoren bleiben – und dass Initiativen wie das QM-System Nordrhein ein Modell für nachhaltige Versorgung in Zeiten des Wandels sein könnten. Neue Informationen aus den letzten 48 Stunden heben die öffentlich geführte Debatte um Arzneimittel-Transparenz und sichere Medikamentenversorgung hervor, etwa durch geplante gesetzliche Anpassungen oder zusätzliche Prüfinstanzen. Das Patientenwohl bleibt zentrales Argument in der politischen Diskussion, verbunden mit der Forderung, bewährte Qualitätsinitiativen nicht aufzugeben, sondern sie weiter auszubauen.

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