Karsten Wildberger, CDU-Experte für Digitales, spricht sich gegen schnelle und starre Maßnahmen zum Thema Social Media und Jugendliche aus. Nach ersten Testläufen in Australien rät er dazu, auf die Vorschläge der laufenden Expertenkommission zu warten, die bis Sommer Ergebnisse liefern soll. Während einige CDU-Landeschefs politischen Druck machen, sieht Wildberger die Problematik in vielfacher Hinsicht – Technik, staatliche Regeln und nicht zuletzt das Elternhaus – und plädiert daher für eine Mischung aus gesetzlichen Altersgrenzen, besserem technischen Jugendschutz sowie familiärer Eigenverantwortung. Ergänzung (Stand Juni 2024/Recherchedetails): Die Debatte um Social-Media-Altersgrenzen spielt nicht nur in Deutschland, sondern europaweit eine Rolle. Frankreich und Spanien diskutieren ebenfalls über strengere Regulierungen – vielerorts werden neben Altersverifikationssystemen auch verpflichtende Kinderschutz-Einstellungen in sozialen Plattformen gefordert. Große Netzwerke experimentieren mit biometrischem Altersnachweis sowie elterlichen Kontrolltools. Während Experten warnen, dass rein technische Maßnahmen leicht umgangen werden können, deuten Studien darauf hin, dass jugendliche Social-Media-Nutzung mit Problemen wie Schlafmangel und Angststörungen korreliert – allerdings ist der Kausalzusammenhang noch nicht abschließend geklärt. Derweil wächst in Deutschland der öffentliche Druck, die digitalen Räume zumindest für jüngere Nutzer sicherer zu gestalten.