SPD-Führung stellt sich quer: Skepsis gegenüber Karin Priens Ambitionen aufs Bundespräsidentenamt

In der SPD-Spitze regt sich Widerstand gegen eine etwaige Kandidatur von CDU-Politikerin Karin Prien als Bundespräsidentin. Ja, es wird höchste Zeit, dass eine Frau das Amt übernimmt – aber Prien überzeugt nur wenige bei den Sozialdemokraten.

heute 05:02 Uhr | 10 mal gelesen

Serpil Midyatli, stellvertretende Vorsitzende der SPD, äußerte sich offen kritisch: Sie schätze es zwar, dass endlich auch Frauen für das höchste Amt im Staat diskutiert werden, doch Karin Prien – so ehrlich müsse man sein – passe aus ihrer Sicht nicht ins Bild. Ihre politische Linie wirke eher spaltend als verbindend. Und gerade jetzt, in politisch ziemlich unsteten Zeiten, brauche Deutschland keine Symboldebatten, sondern eine Persönlichkeit, die Brücken baut. Achim Post wiederum, ebenfalls im SPD-Vorstand, betonte, die Ampel müsse mit breiter Brust und möglichst geschlossen einen Kandidaten (oder eine Kandidatin) vorschlagen – eine Frau wäre dabei ausdrücklich wünschenswert, angesichts der Geschichte geradezu überfällig. Und dann war da noch Ralf Stegner: Der Bundestagsabgeordnete sieht Priens jüngsten Vorstoß, das Ehegattensplitting zu beenden, nicht ohne Bemerkung. Sollte sie mit solch progressiven Tönen wirklich Widerhall in der CDU finden, könnte das durchaus ein neues Kapitel für Prien aufschlagen – politisch betrachtet ein dickes Ausrufezeichen. So bleibt am Ende ein Stimmungsbild zwischen vorsichtiger Offenheit für einen weiblichen Namen und klarer Skepsis gegenüber Karin Priens Art, Politik zu machen. Wenn ich ehrlich bin: Ein Konsens sieht anders aus.

Die SPD-Spitze signalisiert deutliche Vorbehalte gegen Karin Prien (CDU) als potenzielle Bundespräsidentin, obwohl eine Frau im höchsten Staatsamt für viele überfällig erscheint. Kritisiert wird insbesondere Priens oftmals konfrontativer Politikstil, während andere Stimmen in der Partei den Wunsch nach einer geschlossenen, breiten Koalitionslösung betonen. Aktuell laufen parteiübergreifende Gespräche über mögliche Nachfolger:innen für das Amt – angeschoben durch Priens eigene Impulse wie etwa die Debatte um das Ehegattensplitting, die quer durch die Union und sogar die SPD teils neue Allianzen, aber auch Brüche sichtbar werden lässt. In neueren Artikeln wird zudem berichtet, dass die Diskussion um mögliche Kandidatinnen und Kandidaten weiter Fahrt aufnimmt und Fragen nach parteiübergreifendem Konsens und Signalwirkung für Gleichstellung quer durch das politische Berlin diskutiert werden.

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