SPD stürzt weiter ab: Laut ARD-Umfrage nur noch 13 Prozent

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der ARD zeigt: Die SPD erreicht mit nur noch 13 Prozent ihren schlechtesten Umfragewert seit sechs Jahren.

08.01.26 18:02 Uhr | 93 mal gelesen

13 Prozent. So niedrig wird die SPD derzeit von den Deutschen eingeschätzt – das ist fast schon ein historischer Tiefpunkt. Rückblende: Das letzte Mal, dass die Sozialdemokraten so schlecht abschnitten, war noch vor der Pandemie, im August 2019. Damals dümpelte die Partei ebenfalls bei 12 Prozent herum. Die CDU/CSU hingegen kann sich über einen Zugewinn freuen und landet bei 28 Prozent – ein Prozentpunkt mehr als im Vormonat. Die AfD verharrt stabil bei 25 Prozent und ist damit weiterhin eine der stärksten Parteien im Bundestag. Bei Grünen und Linken tut sich wenig. Beide Parteien stagnieren mit 12 Prozent (Grüne) respektive 10 Prozent (Linke) eher am unteren Ende ihres üblichen Spektrums. Die FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht sind mit jeweils 3 Prozent ziemlich weit von parlamentarischer Relevanz entfernt. Alle übrigen Parteien machen zusammen nur 6 Prozent aus. Was auffällt: Die Bundesregierung kommt bei der Bevölkerung offenbar nicht besonders gut weg. Nur 20 Prozent der Befragten gaben an, mit der Arbeit der Ampel zufrieden oder sehr zufrieden zu sein – nicht gerade berauschend. Satte 78 Prozent äußern Unzufriedenheit. Und obwohl fast die Hälfte glaubt, die Regierung könnte bis 2026 Bestand haben, sieht es für die handelnden Akteure düster aus, was deren Beliebtheit betrifft. Nur Boris Pistorius sticht raus. Der Verteidigungsminister bleibt mit Abstand das beliebteste Kabinettsmitglied, 57 Prozent finden, er macht einen guten Job. Finanzminister Lars Klingbeil sackt dagegen etwas ab: Nur 26 Prozent bescheinigen ihm zufriedenstellende Arbeit, 56 Prozent sehen das deutlich skeptischer. Friedrich Merz (CDU) kommt als Kanzler auf magere 24 Prozent Zufriedenheit, Alexander Dobrindt (CSU) erreicht den gleichen Wert – allerdings mit fallender Tendenz. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bleibt im Vergleich zu den anderen eher blass: Fast die Hälfte kennt sie nicht mal oder kann sie nicht recht bewerten. Markus Söder verliert ebenfalls an Rückhalt. Von den Oppositionsköpfen erreicht Alice Weidel zwar 25 Prozent Zufriedenheit, aber die meisten (64 Prozent) stehen ihr distanziert gegenüber. Jan van Aken (links) und Franziska Brantner (Grüne) sind einem Großteil der Deutschen schlicht unbekannt. Die Umfrage basiert übrigens auf den Antworten von 1.323 Wahlberechtigten, erhoben von Montag bis Mittwoch – ein ziemlich frisches Stimmungsbild also.

Die SPD kämpft aktuell mit einem massiven Vertrauensverlust in der Bevölkerung und erreicht im neuesten ARD-Deutschlandtrend von Infratest Dimap mit 13 Prozent einen historischen Tiefstand. Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung bleibt hoch: Über die Hälfte der Wähler befürchtet, dass die Ampelkoalition ihre Probleme nicht in den Griff bekommt. Insbesondere zentrale Themen wie Inflationssorgen, Zuwanderung und Unsicherheiten rund um den Bundeshaushalt spielen laut aktuellen Berichten vom 'Spiegel' und der 'Süddeutschen Zeitung' eine entscheidende Rolle für diese Stimmungslage. Hinzu kommt, dass Boris Pistorius als seltene Ausnahme weiterhin viel Vertrauen genießt, während Kanzler und andere Minister an Rückhalt verlieren. Ein Trend, den auch Hintergrundberichte von 'FAZ', 'ZEIT' und 'Tagesschau' bestätigen: Die volatile politische Lage in Deutschland bleibt angespannt, der öffentliche Wunsch nach stabiler Führung wächst.

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