Wenn man sich anschaut, wie wichtig die Straße von Hormus für den weltweiten Handel ist, kommt man fast zwangsläufig ins Grübeln: Wie fragil das Gleichgewicht dort doch eigentlich ist. Nun hat die EU den Schritt gewagt – laut einer Meldung vom Montag nachmittag stellte der Rat der Europäischen Union Sanktionen in den Raum, die sich gezielt gegen das Hormozgan Provincial Command der Marine der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) richten. Diese Einheit hatte kurzerhand die Kontrolle über die Meerenge übernommen und eine Art Mautsystem installiert. Klingt fast wie aus einem Piratenfilm, ist aber tatsächlich Realität: Wer mit dem Schiff durch die Straße von Hormus will, muss nicht nur brav seine Daten abgeben, sondern auch Gebühren bei den iranischen Behörden abliefern – salopp gesagt, eine etwas modernere Version des Wegezolls.
Neben dem Marinekommando trifft es zwei Einzelpersonen ganz konkret: Ein Funktionär mit dem langen Titel "stellvertretender Kommandeur für politische Angelegenheiten der IRGC-Marine" ist dabei, der anscheinend nicht nur drohte, sondern auch als Sprachrohr fungierte. Zwei, die – freundlich ausgedrückt – nicht gerade zum Dialog eingeladen wurden: Der genannte IRGC-Vertreter hatte bereits mit dem Einsatz von Raketen oder Drohnen gegen Handelsschiffe gedroht, während ein weiterer auf der Liste stehender Vertreter aktiv das umstrittene Maut- bzw. Gebührensystem für den Transit unterstützte. Finanzielle Aktivitäten? Eingefroren. Einreise in die EU? Gestrichen. Wer unter dieses Regime fällt, ist wirtschaftlich erst einmal abgehängt und darf das EU-Territorium nicht betreten.
Bemerkenswert an der ganzen Sache: Es ist das erste Mal, dass Brüssel tatsächlich mit einem eigenen Sanktionsregime bei einer Verletzung der Freiheit der Schifffahrt reagiert – und damit ein Zeichen in Richtung Iran (und übrigens auch an alle anderen Staaten, die vielleicht über Sperrungen oder Kontrolle von Handelswegen nachdenken). Leicht vorzustellen, dass das noch zu Diskussionen führen wird – und irgendwie schwingt immer das Gefühl mit, ein Pulverfass könnte gleich explodieren.
Die EU hat gezielte Sanktionen gegen zwei iranische Personen und eine wichtige Marineeinheit verhängt, da diese an der Blockade und der Einführung eines Mautsystems an der kritischen Meeresstraße von Hormus beteiligt sind. Die Sanktionen umfassen Einreiseverbote sowie das Einfrieren von Vermögenswerten und Wirtschaftskontakten, um finanzielle Unterstützung zu unterbinden. Experten aus unterschiedlichen Medien warnen angesichts der strategischen Bedeutung der Straße von Hormus vor einer weiteren Eskalation: Der Großteil der weltweiten Energieversorgung läuft immer noch durch diese enge Passage, sodass geopolitische Spielchen in der Region rasch weitreichende Folgen für Wirtschaft und Sicherheit haben könnten. In den letzten Stunden berichten mehrere Quellen übereinstimmend über die deutliche Reaktion der EU und den symbolischen Neuanfang eines eigenen Sanktionsregimes, unterstreichen aber auch die weiterhin fragile Lage und die kritische Haltung Teherans. Laut aktuellen Medienmeldungen gibt es Anzeichen, dass andere internationale Akteure, darunter die USA und Großbritannien, ihre Marinepräsenz in der Region kurzfristig verstärken könnten, um die Durchfahrtsfreiheit zu sichern.