Der großangelegte Streik von Piloten und Flugbegleitern der Lufthansa und deren Tochtergesellschaften hat dazu geführt, dass zahlreiche Flüge ausgefallen sind. Hauptstreitpunkt sind einerseits die betriebliche Altersvorsorge für Cockpitpersonal und andererseits bessere Arbeitsbedingungen sowie ein Sozialplan für das Kabinenpersonal, insbesondere bei der regionalen Cityline. Wie die aktuellen Verhandlungen ausgehen werden, ist unklar – dennoch wächst der Druck auf das Lufthansa-Management erheblich. Der Konflikt reiht sich in eine längere Phase zunehmender Arbeitskämpfe im deutschen Luftverkehr ein. Medien berichten, dass die Summe der ausgefallenen Flüge und das Chaos an den Flughäfen ungewöhnlich hoch sind, mit tausenden gestrandeten Passagieren. Die Lufthansa zeigte sich öffentlich bislang wenig kompromissbereit und setzt darauf, die Folgen zu minimieren, während Gewerkschaften zunehmend die Nerven der Belegschaft strapaziert sehen. Laut neuesten Stimmen aus Branchen- und Nachrichtenportalen werden weitere Streiks nicht ausgeschlossen. In Bezug auf die Branche herrscht Unsicherheit, ob schlechtere Arbeitsbedingungen wirklich zu höherer Produktivität führen können – viele zweifeln daran. Nach dem aktuellen Stand (Stand: Juni 2024) berichten Experten, dass sich solche Arbeitskämpfe künftig häufen könnten, da der Luftverkehrssektor in Europa insgesamt unter Sparkurs und Preisdruck steht. Gleichzeitig wird aber auch gefordert, Airlines sollten mehr in ihre Mitarbeiter investieren, statt ausschließlich auf kurzsichtige Kostensenkung zu setzen.