Manchmal frage ich mich, wie viel Vertrauen eigentlich noch übrig ist, wenn es ums Licht in unseren Wohnräumen geht. Laut der Simon-Kucher-Studie traut immerhin ein großer Teil der Menschen der Stromversorgung – aber eben nicht alle. Das letzte Blackout-Szenario in Berlin hängt offenbar noch nach und hat viele aufgerüttelt. Kurz gesagt: Auch mit Schutzmechanismen im Hintergrund, bleibt eine Restangst. Thomas Haller von Simon-Kucher bringt es auf den Punkt: Netzbetreiber sollten die Skepsis ernst nehmen und offen auf die Leute zugehen. Klingt simpel, ist aber vielleicht schwieriger, als man denkt.
Interessant ist: Über die Hälfte der Haushalte denkt längst nicht mehr nur ans Wechseln des Stromanbieters, sondern bereitet sich aktiv auf Notlagen vor. Gaskocher, geladene Powerbanks, Generatoren in der Garage oder ein eigenes kleines Solarkingdom auf dem Dach – Notfallvorräte sind kein Randthema mehr. Bemerkenswert: Auch im Mietverhältnis greifen viele zu Taschenlampen und vollen Akkus. Fast ein Viertel verlässt sich auf Gaskocher – von wegen typisch deutsche Behäbigkeit.
Dann kommt da noch das diffuse Gefühl, dass KI die Sache eher komplizierter als sicherer macht. Jede zehnte Person würde sofort kündigen, sollte ihr Stromanbieter einen Algorithmus ans Netz lassen. Mal ehrlich: Wer kann’s ihnen verdenken? Wenn Strom von einer Blackbox geregelt wird, klingt das erst mal nach Science Fiction, nicht nach Sicherheit. Simon-Kucher empfiehlt deshalb: Macht transparent, wozu und wie künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Vertrauen entsteht nicht aus dem Nichts – erst recht nicht beim Thema Strom.
Und, ein wenig off-topic vielleicht: Es wäre an der Zeit, dass Energieversorger die Kommunikation persönlicher gestalten. Infokampagnen, offene Gespräche, vielleicht auch mal ehrlich zugeben, was noch nicht reibungslos läuft. Wer weiß, vielleicht wäre damit schon viel gewonnen.
Die Simon-Kucher Energie-Studie von November 2025 zeigt, dass überraschend viele Deutsche trotz aller Vorkehrungen an der Stabilität ihres Stroms zweifeln: Jeder Zehnte sieht die Versorgung kritisch. Über 58 % der Haushalte sind laut Umfrage mittlerweile auf Notsituationen vorbereitet; beliebt sind technische und pragmatische Mittel wie Solaranlagen, Generatoren, Powerbanks oder Gaskocher – und das oft auch in Mietwohnungen. Besonders relevant ist, dass 10 % der Befragten ihren Energieversorger sofort kündigen würden, wenn KI bei der Stromregelung im Einsatz ist; hier herrschen massive Informationsdefizite und Misstrauen. Energieversorger stehen daher vor der Aufgabe, Ängste aktiv zu adressieren und Transparenz über Technologien sicherzustellen.
Ergänzende aktuelle Details aus der Online-Recherche: Laut neuer Meldungen betonen Energieexperten die erhöhte Cyber-Bedrohungslage für zentrale Stromnetze nach mehreren Angriffen in Europa, weswegen Bundesnetzagentur und Bundesinnenministerium die Schutzmaßnahmen weiter ausbauen. Gleichzeitig wird über eine stärkere gesetzliche Pflicht zur Bevorratung privater Haushalte diskutiert, um die Bevölkerung bei großen Störungen widerstandsfähiger zu machen. Die Akzeptanz gegenüber „intelligenten“ Netzen ist ausbaufähig, wie jüngste politische Streits über Datenschutz und KI-Einsatz in der Energiebranche verdeutlichen.