Urban Art XXL – Frühling in Wolfsburg: Internationale Kunstgrößen bemalen die Autostadt

Wolfsburg, im Frühling wird’s bunt und überraschend urban: Die Autostadt macht sich schick und holt zwischen 21. März und 7. April 21 herausragende Künstler:innen der Urban Art aus aller Welt in die Stadt. Zwischen klassischen Graffiti-Vettern wie DAIM, Fotorealismus-Guru Guido van Helten oder Yarn-Art-Star Magda Sayeg sprühen Inspiration und Farben – und der italienische Künstler Peeta verwandelt einen alten Pavillon in eine faszinierende 3D-Täuschung der Sinne.

heute 10:06 Uhr | 2 mal gelesen

Riesige Monolithen, bis zu 8,5 Meter hoch – klingt fast nach Science Fiction, dabei dienen sie in Wolfsburg als kreative Spielwiese. Über zwei Wochen lang bemalen und veredeln die eingeladenen Künstler:innen diese skulpturalen Blöcke direkt vor Publikum. Live. Spürbar. Urban Art präsentiert sich hier also nicht hinter Glas, sondern als wachsender, atmender Prozess: Man darf zuschauen, staunen, Fragen stellen, diskutieren. Was gefällt? Was irritiert? Über QR-Codes am Parcours kommt man direkt zu Videos, Interviews und weiteren Hintergründen rund um die Kunst und die Macher:innen: digital und analog verzahnt. Wer mehr als gucken will, steigt beim Art Camp ein – gerade für Kinder und Jugendliche gibt’s Workshops und Mitmach-Angebote rund um Spraydosen, Farbenknäuel, vielleicht auch mal dem ungewöhnlichen Strick-Guerilla. Aufmerksame Besucher:innen können zudem auf Schatzsuche gehen: Versteckt im Gelände sind besondere, von aktuellen Kunstschaffenden neu gestaltete Ostereier sowie ein mysteriöses goldenes Exemplar. Völlig neu dieses Jahr: Kulinarische Frühlingsüberraschungen, inspiriert von der Urban-Art-Szene – was das im Detail bedeutet, bleibt ein Rätsel, aber auch das passt ja irgendwie zum Thema.

Das Frühlingsevent in der Wolfsburger Autostadt ist mehr als eine Ausstellung: Es ist ein offener, kreativer Prozess, bei dem große Namen der Urban-Art-Szene live vor Publikum arbeiten. Neben den 13 gigantischen Monolithen werden auch ehemalige Industriegebäude wie der Lamborghini-Pavillon zur Leinwand, etwa durch Peetas spektakuläre 3D-Graffitikunst. Besucher:innen sind dazu eingeladen, selbst aktiv zu werden, mit Künstler:innen ins Gespräch zu kommen, Kunst mit digitalen Impulsen zu entdecken – und eine spielerische Eiersuche sowie regionale Foodtrends runden das Erlebnis ab. Neue Details aus aktuellen Quellen: Laut "Der Spiegel" ist Street-Art in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch, und legt einen Schwerpunkt auf gesellschaftskritische und politische Motive, was sich auch in den Projekten der Autostadt widerspiegeln könnte. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass vor allem partizipative Formate und direkte Interaktionen etwa bei Kunstworkshops und Live-Performances besonders beim jungen Publikum beliebt sind – genau wie es das Event in Wolfsburg bietet. Währenddessen sieht "taz.de" in Festivals dieser Art eine Plattform zur Stärkung der regionalen Kunstszene und als lebendige Begegnungszone zwischen internationalen Stars und Nachwuchstalenten.

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