Die dreiteilige ZDF-Reportage „Young Sex – Wie liebt die Gen Z?“ verhandelt das breite Spektrum von Lebens- und Liebensvorstellungen der jungen Generation. Polyamorie trifft auf Enthaltsamkeit, jede Haltung darf raus, zum Diskutieren oder Scheitern. Das Format hebt sich ab: Statt vorgefertigter Wahrheiten begleitet es emotionale Prozesse, Unsicherheiten – und lotet, fast schon absichtlich, Grauzonen aus. Der gesellschaftliche Umgang mit Sexualität, Beziehungsformen und Scham hat sich längst verändert; soziale Medien befeuern offene Kommunikation, gleichzeitig wächst der Druck zur Selbstoptimierung. In aktuellen Debatten werden Themen wie Consent, sexuelle Gesundheit und das Finden der eigenen Identität immer sichtbarer – nicht nur in Talkshows, sondern auch in Familien, Schulen, auf Social Media. Studien und Berichte zeigen einen Trend zu individueller Freiheiten, aber auch eine Zunahme von Überforderung und Orientierungslosigkeit unter Jugendlichen. Interessanterweise kehren klassische Werte wie Verbindlichkeit und Sicherheit dennoch vereinzelt zurück, in neuen Gewändern. Zuletzt spiegeln sich kontroverse Diskurse über Dating, Einsamkeit und neue Beziehungskonzepte laut mehreren Pressestimmen auch in den letzten 48 Stunden in den Medien wider.