Im Kern handelt es sich um einen Paradigmenwechsel in Portugals Gassektor: Indem VORN Bioenergy und Prado Energia Entwicklungsressourcen und Kompetenzen bündeln, avancieren sie zu Vorreitern bei erneuerbaren Gasen. Hintergrund: Portugal will wie ganz Europa den Ausbau von Biogas und Biomethan massiv beschleunigen, um den Gasmix nachhaltiger zu gestalten. Die Zusammenarbeit zielt darauf, nicht bloß technische Projekte zu realisieren, sondern auch Wertschöpfung und Ausbildung im Land zu fördern. Laut EU-Klimazielen sollen erneuerbare Gase bis 2030 einen signifikanten Anteil an der Energieversorgung stellen – das macht solche Partnerschaften zu Schlüsselbausteinen der Energiewende. Portugal wiederum gilt seit kurzem als attraktiver Standort für Biogas dank politischer Förderung und bestehender Agrarstrukturen. Der Markt ist dennoch jung, regulatorische Hürden existieren weiterhin, und Experten warnen, dass Genehmigungsprozesse trotz PIN-Status hinderlich sein können. Aber mit den geplanten Anlagen stellt sich die Region auf eine emissionsärmere Zukunft ein. Neuste Berichte der Energiebranche (siehe SZ, Tagesspiegel, Zeit) zeigen zudem, dass in ganz Europa ein run auf Biogasanlagen einsetzt, Portugal aber durch Erfahrungslücken und Finanzierungshürden noch Nachholbedarf hat. Zusätzlich verstärken steigende Gaspreise und der anhaltende Ukraine-Krieg den Druck, schnell heimische und erneuerbare Gasquellen zu erschließen.