Biomethan-Offensive in Portugal: VORN Bioenergy startet mit Prado Energia durch

Zwischen Regensburg und Lissabon spannt sich eine neue Energie-Achse: Mit einer Partnerschaft wollen VORN Bioenergy und Prado Energia dem portugiesischen Biomethanmarkt einen ordentlichen Schub verpassen. Zwei neue Projekte markieren erst den Anfang auf dem Weg zur Dekarbonisierung – Strategie trifft auf lokale Stärke.

heute 12:22 Uhr | 3 mal gelesen

Prado Energia übernimmt die Fäden in der Vor-Ort-Entwicklung, nutzt ihre Kenntnisse des portugiesischen Energiemarkts und setzt auf nachhaltige Verfahren. VORN Bioenergy liefert das Know-how aus zweiter Hand und sorgt, nicht ganz unwichtig, für die nötigen finanziellen Mittel in der manchmal zähen Anlaufphase. Das Ziel: Projekte entwickeln, kaufen, bauen, laufen lassen – alles Hand in Hand, beginnend mit zwei vielversprechenden Anlagen à 67 GWh Einspeiseleistung. Konkrete Zahlen gefällig? Die Projekte könnten etwa 20.000 Haushalte mit Energie versorgen und – unter uns – eines hat bereits den PIN-Status in Portugal erhalten. Das soll angeblich das Behördenrennen deutlich abkürzen. Investitionsvolumen? Wir sprechen vom mittleren zweistelligen Millionenbereich – also keine Spielerei. Und mit 75.000 Tonnen weniger CO2 pro Jahr darf man sich vielleicht sogar ein bisschen stolz fühlen. Klar ist jedenfalls: Der Schritt in Portugal ist für beide Unternehmen mehr als ein reiner Expansionsstempel. Hier trifft wirklich regionales Know-how auf internationalen Klimaschutzwillen. VORN will bis 2030 auf 2 TWh Kapazität kommen und als Europas Biomethan-Vorreiter aus dem Ring gehen. Prado Energia wiederum baut seine Rolle als Taktgeber der portugiesischen Biogasenwicklung weiter aus. Die Signalwirkung: Europa meint es ernst mit der Energiewende – und diesmal vielleicht sogar nachhaltig.

Im Kern handelt es sich um einen Paradigmenwechsel in Portugals Gassektor: Indem VORN Bioenergy und Prado Energia Entwicklungsressourcen und Kompetenzen bündeln, avancieren sie zu Vorreitern bei erneuerbaren Gasen. Hintergrund: Portugal will wie ganz Europa den Ausbau von Biogas und Biomethan massiv beschleunigen, um den Gasmix nachhaltiger zu gestalten. Die Zusammenarbeit zielt darauf, nicht bloß technische Projekte zu realisieren, sondern auch Wertschöpfung und Ausbildung im Land zu fördern. Laut EU-Klimazielen sollen erneuerbare Gase bis 2030 einen signifikanten Anteil an der Energieversorgung stellen – das macht solche Partnerschaften zu Schlüsselbausteinen der Energiewende. Portugal wiederum gilt seit kurzem als attraktiver Standort für Biogas dank politischer Förderung und bestehender Agrarstrukturen. Der Markt ist dennoch jung, regulatorische Hürden existieren weiterhin, und Experten warnen, dass Genehmigungsprozesse trotz PIN-Status hinderlich sein können. Aber mit den geplanten Anlagen stellt sich die Region auf eine emissionsärmere Zukunft ein. Neuste Berichte der Energiebranche (siehe SZ, Tagesspiegel, Zeit) zeigen zudem, dass in ganz Europa ein run auf Biogasanlagen einsetzt, Portugal aber durch Erfahrungslücken und Finanzierungshürden noch Nachholbedarf hat. Zusätzlich verstärken steigende Gaspreise und der anhaltende Ukraine-Krieg den Druck, schnell heimische und erneuerbare Gasquellen zu erschließen.

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