Schah-Sohn ruft in München zum US-Militärschlag gegen Iran auf

Reza Pahlavi, ältester Sohn des einstigen Schahs, will auf der Münchner Sicherheitskonferenz offensiv für einen schnellen militärischen Eingriff der USA gegen die Führung in Teheran werben.

heute 14:02 Uhr | 4 mal gelesen

Laut einem Bericht im 'Spiegel' plant Reza Pahlavi, selbst bald in den Iran zurückzukehren und von dort aus den Machtwechsel zu organisieren. Vor seinem Flug nach München erklärte er, die blutigen Repressionen nach seinem revolutionären Aufruf im Januar seien für ihn ein endgültiger Wendepunkt: Mit entwaffnender Offenheit beschreibt er die Lage als völlig verfahren – das Regime schwach, unsicher, abgeschirmt in Bunkern, das Volk ohne Perspektive. Pahlavi sieht den Moment gekommen, gezielt gegen die mächtigen Revolutionswächter und Sicherheitsdienste vorzugehen. Aus seiner Sicht wäre ein US-Militärschlag weniger eine ausländische Einmischung als vielmehr eine „humanitäre Intervention“ – um weiteren Massenmord zu verhindern und den Iranern einen echten Neuanfang zu ermöglichen. Die amerikanische Administration – insbesondere Berater von Präsident Trump – nimmt er in die Pflicht: Die ermutigenden Worte „Help is on the way“ hätten in Iran Hoffnung entzündet, doch gefolgt sei daraus nur wenig. Über 100.000 Personen aus Polizei, Sicherheitsapparaten und Behörden haben sich angeblich schon an seine Bewegung gewandt, so Pahlavi. Den Sturz des Regimes möchte Pahlavi selbst innerhalb Irans anführen. Schon 1980 habe er versucht, sich gegen Ayatollah Khomeini zu stellen – zum „Opferlamm“ tauge er aber nicht, sagt er mit Nachdruck. Pahlavi fordert Amnestie für Mitläufer, aber harte Prozesse für die Hauptverantwortlichen, orientiert am Vorbild von Nürnberg. Den künftigen Staatsaufbau will er den Iranern in einem Referendum überlassen: konstitutionelle Monarchie oder Republik – Volkssache. Um die zersplitterte Opposition zu einigen, nennt er vier Grundsätze: Gleichberechtigung, Säkularität, Demokratie und Freiheit. Letztlich richtet er an die Münchner Sicherheitskonferenz einen dringenden Appell: Die Welt solle sich eindeutig hinter das iranische Volk stellen und nicht – durch Schweigen oder Tolerieren – das autokratische Regime stützen.

Reza Pahlavi nutzt die Münchner Sicherheitskonferenz, um lautstark für eine militärische Intervention der USA im Iran einzutreten. Er argumentiert, das Regime sei am Ende und die Zeit gekommen, durch einen gezielten Schlag gegen dessen Unterdrückungsmechanismen einen Übergang einzuleiten. Während die internationale Staatengemeinschaft bisher eher abwartet, fordert Pahlavi eine klare Parteinahme für das iranische Volk und einen politischen wie wirtschaftlichen Bruch mit den Machthabern in Teheran. Pahlavi möchte persönlich eine Führungsrolle beim Umbruch übernehmen und betont, dass nach einem Umsturz Amnestie für Untergebene, aber gerichtliche Aufarbeitung für die Verantwortlichen erfolgen müsse – die Form der neuen Staatsordnung sollte per Referendum geklärt werden. Aktuelle Entwicklungen aus weiteren Quellen zeigen: In den letzten Tagen hat sich die Sicherheitslage im Iran nach neuen Protesten erneut verschärft, kritische Stimmen berichten von zahlreichen Festnahmen und von Repressionen gegen Oppositionelle. Internationale Beobachter diskutieren verstärkt über gezieltere Sanktionen und diplomatische Isolierung gegenüber Teheran, während Teile der Exilopposition – durchaus kontrovers – über den Sinn und die Tragweite externer Interventionen streiten. Darüber hinaus ist nicht unerheblich, dass sich in Teilen der iranischen Bevölkerung eine skeptische Haltung gegenüber militärischer Einmischung aus dem Ausland hält, was die Debatte um Revolutionsunterstützung und Zukunftsperspektiven zusätzlich kompliziert.

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