Die Debatte, ob Angela Merkel womöglich als Kandidatin fürs Bundespräsidentenamt gehandelt wird, wirkt ein bisschen wie das wiederkehrende Rätselraten bei deutschen Personalfragen. Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen, hält den Ball flach: 'Angela Merkel hat ja längst selbst Stellung bezogen. Da ist nichts dran', sagte sie der Rheinischen Post. Auch von grüner Seite habe es bislang keinerlei Diskussion oder gar Entscheidung gegeben, merkt sie an – knapp, aber bestimmt. Aus Merkels Büro wurde ebenfalls zurückgewunken: Auf Nachfrage des Tagesspiegels hieß es lapidar, diese Spekulationen seien 'abwegig'.
Interessant: Gerüchte in der 'Bild', wonach die CDU-Spitze fürchtet, die Grünen könnten Merkel als konsensfähige Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten vorschlagen, lösen eher Stirnrunzeln aus – offenbar auch bei den Betroffenen. Historisch bemerkenswert daran: Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik ist ein Ex-Kanzler ins höchste Staatsamt gewechselt. Anfang 2027 wird die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entschieden – mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Union dann die stärkste Fraktion in der Bundesversammlung stellen. Und: Der Wunsch nach einer ersten Frau als Bundespräsidentin schlägt immer wieder Wellen, doch bislang ist’s nur ein wiederkehrendes Motiv, nichts Konkretes.
Zusammengefasst: Große Worte, wenig Substanz, und viel 'Was-wäre-wenn'. Und überhaupt, manchmal fragt man sich ja, warum sich solche Gedankenspiele so hartnäckig halten – vielleicht, weil gute Geschichten nie wirklich schlecht werden.
In den vergangenen Tagen kursierten mal wieder Gerüchte, Angela Merkel könne als Kandidatin für die kommende Bundespräsidentenwahl aufgestellt werden. Weder Merkel noch die Grünen zeigen daran Interesse, beide Seiten haben den Spekulationen eine Absage erteilt. Inzwischen mehren sich Stellungnahmen, die Merkel für 'nicht geeignet' oder 'nicht interessiert' erklären – möglicherweise ist dies also eine Debatte ohne echte Substanz.
Neue Entwicklungen gab es zuletzt auch rund um andere Personalien für 2027, doch weiterhin prägt Unsicherheit die Diskussionen quer durch die Parteien: Wer besitzt genügend Gewicht – und wer bringt die nötige Akzeptanz für dieses höchste aller protokollarischen Ämter mit? Gleichzeitig rückt das Thema, erstmals eine Frau ins Schloss Bellevue zu entsenden, immer wieder in den Fokus, wird aber noch wenig konkret. Interessant ist zudem, dass parallele Diskussionen um die künftige Rolle und das Profil des Bundespräsidenten (mehr Repräsentation? Mehr politische Impulse?) zunehmen, doch ein handfester Konsens lässt weiter auf sich warten.