Angela Merkel schließt Bundespräsidentschaft aus: Gerüchte bleiben Gerüchte

Angela Merkel, die ehemalige Kanzlerin der CDU, hat die kürzlich aufgekommenen Spekulationen über eine mögliche Kandidatur als Bundespräsidentin entschieden zurückgewiesen. Ein klares "Nein" aus ihrem Umfeld – so viel Unmissverständlichkeit ist selten.

heute 09:00 Uhr | 3 mal gelesen

Die Gerüchteküche brodelt, aber Merkel bleibt gelassen. Auf eine Nachfrage der Zeitung 'Tagesspiegel' (Freitagausgabe) reagierte die Sprecherin der Altkanzlerin knapp und kühl: 'Das ist abwegig.' Noch kürzlich hatte die 'Bild' gemunkelt, innerhalb der CDU mache man sich Sorgen, die Grünen könnten Merkel für das höchste Staatsamt ins Spiel bringen. Bis dato hat übrigens kein ehemaliger Bundeskanzler nahtlos einen Wechsel in den Bellevue-Palast vollzogen – auch Merkel möchte da wohl keine Ausnahme machen. Interessant am Rande: In der Politik werden dennoch Stimmen laut, es sei an der Zeit, dass Deutschland erstmals eine Frau ins Amt der Bundespräsidentin wählt. Wann das konkret wird? Die nächste Bundesversammlung tagt Anfang 2027, dann wird ein Steinmeier-Nachfolger bzw. eine -Nachfolgerin gesucht – und die Union dürfte weiter das größte Gewicht mitbringen. Es ist schon erstaunlich: Kaum taucht ein prominenter Name auf, brennt die Spekulation lichterloh, selbst wenn derjenige gar kein Interesse signalisiert. Vielleicht ist das aber auch eine ewige Sehnsucht nach Symbolfiguren, die nie aufhört?

Angela Merkel hat jüngst jegliche Überlegungen zu einer möglichen Kandidatur für das Bundespräsidentenamt kategorisch zurückgewiesen; sie sieht sich schlicht nicht in dieser Rolle. Die CDU befürchtet offenbar, dass die Grünen Merkel als parteiübergreifende Kandidatin ins Spiel bringen könnten, was die internen Diskussionen anheizt. Interessanterweise hat die Debatte über eine Frau als deutsches Staatsoberhaupt in der Gesellschaft erneut Fahrt aufgenommen – ein Zeichen verschobener Aufmerksamkeit: Während sich die Medien gerne an bekannten Namen festbeißen, bleiben die wirklichen Reformen und personellen Erneuerungen auf Bundesebene oft noch aus. Neuere Recherchen zeigen, dass Merkel auch nach ihrem Abschied aus dem Kanzleramt bewusst Distanz zur Tagespolitik hält und ihre Rolle als gesellschaftliches Vorbild nach eigenem Ermessen gestaltet. Multiperspektivische Stimmen aus Politik und Medien werfen jedoch die Frage auf, ob unser politisches System wirklich bereit ist für tiefgreifende Veränderungen, oder ob am Ende erneut eine eher 'erwartbare' Kandidatenlösung gefunden wird. Nicht zu vergessen: In internationalen Vergleichen sind ehemalige Regierungschefs im Präsidentenamt eher eine Seltenheit – auch dies stützt Merkels klare Absage.

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