Man könnte fast meinen, es passt einfach zu ihm: Sven Regener, von der Jury als „Meister der Beiläufigkeit“ gefeiert, taucht in seinen Romanen und Liedern tief ins Alltagsdasein – stets mit einer Prise feiner Melancholie und dem Mut zur Wendung im Unspektakulären. Wer seine Bücher liest, kennt ihre raue Poesie und den norddeutschen Charme, wie beispielsweise in den 'Herr Lehmann'-Romanen. Die Jury lobt seinen anhaltenden Sinn für Stilbrüche: Regener macht aus Miniaturdramen große Geschichten – auch jüngst in seinem Sachbuch über Humor, das gängige Gattungsgrenzen einfach ignoriert.
12.500 Euro Preisgeld, ein Jahr in der Wohnung mitten in der Mainzer Altstadt, dazu die Freiheit, ein Filmprojekt mit ZDF und 3sat zu verwirklichen – das bringt der Preis ganz handfest mit sich. Nadine Bilke, Programmdirektorin des ZDF, unterstreicht besonders Regeners empathischen Blick auf Alltagsmenschen, ihre Zweifel und kleinen Triumphe. Mainz’ Oberbürgermeister Nino Haase wiederum betont die Verstärkung, die Regener der hiesigen Kulturszene bringt – gerade, weil er den unscheinbaren Facetten des Lebens nachspürt.
Verleger Helge Malchow nennt Regeners Werk respektvoll einen 'wuchernden Lebensroman', der Berlin, Kreuzberg, Deutschland und ganze Generationen durchleuchtet. Als Musiker wie als Autor ein Solitär, heißt es. Und Regener? Nimmt’s mit Humor: 'Stadtschreiber von Mainz! Das klingt schon wunderbar schräg. Ein bisschen wie aus Kindheits-Märchen – und das Absurde ist doch immer das Salz in der Suppe der Kunst.'
Die Jury setzt sich zusammen aus bekannten Autorinnen und Autoren, ZDF- und 3sat-Verantwortlichen sowie Vertreterinnen der Stadt Mainz. Wer sich genauer informieren möchte – einfach ZDF-Kommunikation kontaktieren oder einen Blick ins Netz werfen.
Sven Regener ist der neue Mainzer Stadtschreiber 2026. Diese ehrenvolle Auszeichnung spiegelt nicht nur sein vielseitiges kreatives Werk wider, sondern markiert einen weiteren Meilenstein für einen der markantesten Stimmen deutscher Gegenwartsliteratur. Im Laufe seiner Karriere hat Regener wiederholt bewiesen, dass das sogenannte Unspektakuläre in Wahrheit voller Geschichten steckt – etwa mit seiner Musik (Element of Crime) und den Romanen um 'Herr Lehmann', in denen er das Lebensgefühl einer Generation fängt. Für die Mainzer Literaturlandschaft bedeutet seine Präsenz ein kulturelles Highlight, da er mit seinem feingliedrigen Blick das scheinbar Alltägliche in neue Zusammenhänge stellt. Zudem erhält der Preisträger neben dem Preisgeld nicht nur einen festen Wohnsitz in Mainz, sondern auch die Gelegenheit, gemeinsam mit ZDF und 3sat einen Film frei nach seinen Vorstellungen umzusetzen. Recherchen belegen, dass Regener damit einer Riege von Autor:innen folgt, denen in Mainz schon mehrfach innovative Projekte zur Realisation ermöglicht wurden. In aktuellen Medienberichten wurde besonders seine stilbildende Erzählweise hervorgehoben sowie die Auswahl der Jury als Signal für Literatur, die sich nicht vor Brüchen scheut. Laut mehreren Tageszeitungen stärkt die Stadt durch diese Auszeichnung weiter ihren Ruf als Förderin der zeitgenössischen Literatur.