Elterngeld-Kürzungen: Gegenwind von Sozialverbänden und Opposition wächst
Scharfe Reaktionen auf drohende Einsparungen beim Elterngeld: Sozialverbände und Oppositionspolitikerinnen sehen Familien unter Druck und beklagen Vertrauensverlust.
Scharfe Reaktionen auf drohende Einsparungen beim Elterngeld: Sozialverbände und Oppositionspolitikerinnen sehen Familien unter Druck und beklagen Vertrauensverlust.
Die Ökonomin Nicola Fuchs-Schündeln warnt eindringlich: Kürzungen beim Elterngeld seien ein Irrweg und drohen, ohnehin knappe Geburtenraten weiter zu drücken. Stattdessen sieht sie die Chance für eine grundlegende Reform – mit Fokus auf längere Vätermonate.
Michaela Kreyenfeld, renommierte Familiensoziologin, kritisiert, dass durch den Sparkurs der Politik soziale Anliegen zunehmend aus dem Fokus geraten – gerade für Familien mit untypischen Lebensmodellen.
Die geplanten Einsparungen beim Elterngeld stoßen auf entschiedene Ablehnung aus vielen Richtungen. Gerade jetzt, so mahnen Fachleute und Politiker, seien Verlässlichkeit und Unterstützung für Familien essenziell.
Karin Prien, Bundesfamilienministerin und CDU-Politikerin, hat mit klaren Worten auf die noch immer erschreckend niedrige Berufstätigkeit junger Mütter in Deutschland hingewiesen.
Nürnberg – Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) kritisiert die geplanten Änderungen beim Unterhaltsvorschuss als zu oberflächlich. Die öffentliche Diskussion bleibt an der sogenannten Rückholquote hängen, statt die eigentlichen strukturellen Probleme im Unterhaltsrecht und der Familienpolitik zu benennen. Kinder als Kostenfaktor zu betrachten, greife viel zu kurz – nötig ist laut ISUV ein grundsätzlich neues Nachdenken über Gerechtigkeit für Trennungskinder.
Mit einem Maßnahmenpaket wollen Franziska Brantner und Katharina Dröge Wege ebnen, damit Familien beim Kauf einer eigenen Wohnung oder eines Hauses weniger Steuern zahlen – zumindest beim ersten Mal.
Im Bundestag hat CSU-Mann Reinhard Brandl Gesprächsbedarf bei Gesundheitsministerin Warkens Reformplänen angemeldet. Trotz laufender Abstimmungen innerhalb der Koalition sieht Brandl in mehreren Punkten Nachbesserungsbedarf – nicht zuletzt beim Schutz von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Familien.
Sozialstaat und seine Schleifen: Ökonom Georg Cremer macht sich für eine Reform stark, um arbeitende Menschen mit niedrigen Einkommen künftig besser zu stellen. Dabei nimmt er vor allem die Berechnung von Sozialleistungen ins Visier – und bricht eine Lanze für mehr Fairness.
Der Vorstoß von Lars Klingbeil (SPD), das Ehegattensplitting abzulösen, schlägt politische Wellen: Innerhalb der SPD und über Parteigrenzen hinweg gibt es Lob, aber auch Skepsis und mahnende Stimmen.