Tech-Giganten Europas fordern handfeste Schritte für digitale Führungsrolle

Düsseldorf – Börje Ekholm (Ericsson) und mehrere andere Chefs europäischer Tech-Schwergewichte appellieren in einem beachtlichen Aufruf an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, entschiedene Maßnahmen zur Stärkung Europas als Hightech-Standort zu ergreifen. Zu den Mitunterzeichnern zählen CEO-Größen von Airbus, ASML, Mistral AI, Nokia, SAP und Siemens – gemeinsam repräsentieren sie Wirtschaftskraft, Innovationspotenzial und fast eine Million Hightech-Arbeitsplätze.

vor 41 Minuten | 2 mal gelesen

„Wir wollen mitentscheiden, wie Europa digital weltweit Maßstäbe setzt – und stehen für den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern bereit“, so der Tenor des Gastbeitrags. Die sieben CEOs betonen: In der nächsten Technologiegeneration entscheidet sich offen, wie Europa mithalten kann. Statt immer neuen Regulierungen brauche es Innovation an erster Stelle sowie branchenspezifisch angepasste, unternehmerfreundliche Politik. Besonders kritisch sehen die Autoren überlastende, uneinheitliche Regulierung: Sie hemmt Innovation, verlangsamt Prozesse und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit. Für dauerhaften Wohlstand wäre mehr als Konsum nötig – selbst entwickelte Patente und geistiges Eigentum müssten gefördert und geschützt werden. Wichtig sei ferner, privates Kapital stärker zu mobilisieren und die Investitionsstrukturen zu vereinfachen, insbesondere durch die konsequente Nutzung des europäischen Finanzbinnenmarkts und flexible Wettbewerbsregeln. Die Dringlichkeit sei hoch, warnen die CEOs – Europas Innovationskraft gehe täglich verloren. Gleichwohl, so schreiben sie, biete ein gemeinsamer Kraftakt die Chance, Europas Rolle in der globalen Tech-Landschaft zu festigen. Sie verweisen positiv auf neue Initiativen der EU-Kommission und nehmen Bezug auf jüngste Treffen mit Ursula von der Leyen. Der Aufruf endet mit einer klaren Handlungsforderung: Politik und Unternehmen sollen gemeinsam mutig agieren – jetzt sei die beste Gelegenheit für Veränderung.

Sieben führende Technologieunternehmen Europas schlagen Alarm: Nur mit raschen, gezielten politischen Weichenstellungen und praxisnahen Reformen kann Europa auf dem globalen Tech-Markt mithalten. Von Bürokratie geplagt, droht der digitale Rückstand zu wachsen – die CEOs plädieren deshalb für innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, gezielte Nutzung von Kapitalmärkten, moderne Fusion- sowie Wettbewerbsregeln und einen echten Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft. Ergänzend haben aktuelle Medienberichte (Stand Juni 2024) noch einmal die Gefahren der Überregulierung, die Bedeutung privater wie öffentlicher Digitalinvestitionen und die Risiken durch asiatische und amerikanische Konkurrenz hervorgehoben. Besonders in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Halbleiter und Cybersicherheit, so wird berichtet, drohen zusätzliche Engpässe, falls Europa nicht strategisch investiert und die Gesetzgebungsprozesse vereinfacht. Laut aktuellen Analysen betonen Tech- und Wirtschaftsexperten, dass die angekündigten EU-Projekte rund um Digitalstrategie und KI-Stärkung zwar richtige Ansätze zeigen – doch der Weg in die Umsetzung werde von vielen als zu langsam empfunden. Es brauche mutigere Visionen, konkrete Zielmarken und vor allem: weniger lähmende Bürokratie.

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