Mittwochabend, irgendwo zwischen höflicher Förmlichkeit und politischem Showdown: Donald Trump betritt chinesischen Boden und wird von Beamten mit Standard-Staatsbesuchsroutine begrüßt. 300 junge Chinesinnen und Chinesen haben sich zur Begrüßung aufgestellt, bewaffnet mit Mini-Flaggen in rot-gelb und blau-weiß-rot – ein Patchwork, das ziemlich nach Kulissenpolitik aussieht. Am kommenden Donnerstag und Freitag steht das Treffen mit Xi Jinping auf dem Programm. Trump schickt sich mal wieder an, den Handelszug in Gang zu bringen – sein erklärtes Ziel: der spröde chinesische Markt soll US-Firmen gnädiger behandeln. In seinem Tross: Wirtschaftsgrößen wie Elon Musk und Jensen Huang (ja, der von Nvidia – der Name ist Programm, Technik auf Weltniveau). Gestern noch hat Trump lauthals betont, für Iran-Fragen brauche er keine chinesische Rückendeckung – fast schon ein Showman-Moment. Für viele klingt das allerdings nach Pokerface: Die Lage an der Straße von Hormus bleibt nämlich für den Westen ein ständiger Stachel, und Xi wird wohl noch das eine oder andere dringende Wort dazu hören. Warum sollte diese Reise also anders laufen als die vorherigen? Vielleicht, weil diesmal nicht nur um Handelsverträge gefeilscht wird, sondern auch um globale Spielräume.
Trumps Ankunft in Peking wird sowohl als Zeichen politischer Annäherung als auch als wirtschaftliches Kräftemessen gewertet. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen erwartungsgemäß Zölle und Marktzugang für US-Konzerne, während geopolitische Brennpunkte wie der Iran offiziell ausgespart werden – tatsächlich aber vermutlich doch auf den Tisch kommen. Besonders interessant: Die mitgereisten Wirtschaftslenker stehen symbolisch für Trumps Verhandlungsstrategie zwischen Konkurrenz und Partnerschaft. Online kursieren bereits erste Analysen zum Besuch, die sowohl Chancen für Konzerne als auch diplomatische Risiken hervorheben. Aktuelle Berichte betonen zudem die Bedeutung der Symbolik rund um den Empfang und die Frage, welches Signal beide Staaten an den Rest der Welt senden möchten. Weiterhin ist die Erwartung groß, ob und wie China bei globalen Konflikten eingebunden wird.