Donald Trump und Xi Jinping haben in einem längeren Telefongespräch eine breite Palette an Themen gestreift – vom Dauerbrenner Taiwan, über den russisch-ukrainischen Krieg, bis hin zur Situation im Iran. Besonders wichtig schien der ökonomische Austausch zu sein, wobei China unter anderem seine Importe amerikanischer Sojabohnen erhöhen will – das ist für die US-Landwirtschaft nicht ganz unwichtig. Die öffentliche Darstellung des Gesprächs war ungewöhnlich harmonisch, fast schon versöhnlich, dabei bleiben viele der angesprochenen Themen hochexplosiv; gleichzeitig untermauert das Gespräch, wie sehr die Beziehung zwischen den USA und China für die geopolitische Balance relevant bleibt. Nach aktuellen Medienberichten zeigten sich die Spannungen im amerikanisch-chinesischen Verhältnis zuletzt etwa bei Menschenrechtsfragen, technologischen Konkurrenzfeldern und in Asien generell. Die Süddeutsche Zeitung wies darauf hin, dass China verstärkt auf diplomatische Gesprächsformate setzt, während Trump seine außenpolitische Linie punktuell korrigiert. Die taz wiederum hob die wirtschaftliche Abhängigkeit bei Schlüsselgütern hervor, ohne die der Dialog rasch ins Stocken geraten könnte. Neue Informationen finden sich auch bei TheLocal.de, die den geplanten Staatsbesuch als mögliche Chance für eine partielle Annäherung markieren.