Kälte, Nebel auf dem Rasen, und trotzdem: 22 Spieler, die sich nichts schenken. Union Berlin legte mit viel Elan los, blieb jedoch zunächst ohne Ertrag. Mainz, aktuell Tabellenletzter (da tut schon das Zugucken weh), zeigte sich kämpferisch und verdichtete geschickt die Räume. Erste kleine Duftmarke: Livan Burcu, der nach sechs Minuten aufs Tor zielt – vorbei, aber knapp. Danach viel Gerangel im Mittelfeld, Zug zum Tor eher Mangelware, bis Mainz plötzlich Ernst macht. Ein feiner Pass von Jae-sung Lee eröffnet Amiri die Gelegenheit, und der trifft trocken zum 0:1. Bis zur Pause rieb man sich vor allem aneinander, weniger am Ball. Nach Wiederanpfiff gleiche Suppe: Union will, Mainz kann. Das zweite Tor der Gäste – schön herausgespielt und ironischerweise von Hollerbach, einem Ex-Berliner, reingestochert. Union wirkt jetzt so, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Trainer-Wechsel, ein paar mutige Vorstöße – plötzlich trifft Woo-yeong Jeong per Kopf, und die Arena explodiert. Fast im Anschluss fast der Ausgleich: Pech mit Latte und Nachschuss – das Stadion springt auf. In der 86. Minute ist’s dann soweit, Doekhi stochert die Kugel rein: 2:2. Und Mainz? Denen entgleitet gerade das, was so sicher wirkte. Als Randnotiz: Auch die anderen Spiele hatten es in sich, aber das ist eine andere Geschichte.
Union Berlin und der FSV Mainz 05 trennten sich an einem frostigen Bundesliga-Spieltag mit 2:2. Mainz führte lange durch Tore von Amiri und Hollerbach bevor Union in einer packenden Schlussphase noch ausgleichen konnte. Während Mainz weiterhin das Schlusslicht der Liga bleibt, muss sich Union nach erneutem Rückstand mit einem Remis zufriedengeben. Laut Berichten auf dw.com steht Mainz weiterhin unter enormem Druck und sucht dringend nach einem Wendepunkt in der Saison Quelle: DW. Ein weiterer Aspekt, der in den aktuellen Analysen häufig vorkommt: Die Kulisse in der Alten Försterei bleibt auch bei schwierigen Spielen ein Faktor, der Union-Rückstände minimieren hilft, wie die Süddeutsche Zeitung notiert Quelle: Süddeutsche Zeitung. Das Unentschieden trübt die Stimmung bei beiden Teams spürbar, wie auf spiegel.de zusammengefasst wird, da der Befreiungsschlag für Mainz ausbleibt, während Union die Europa-Ambitionen im Mittelfeld festhält Quelle: Spiegel Online.