Linke setzt auf Soziales und Friedenspolitik im Wahlkampf

Im Hinblick auf die Wahlen 2026 will sich die Linke vor allem mit sozialpolitischen Themen und dem klaren Nein zur Aufrüstung profilieren.
Nach intensiven Beratungen des Bundesvorstands und der Landesvorsitzenden am Samstag, wurden vier Hauptschwerpunkte beschlossen: Kosten für das alltägliche Leben, Mieterschutz, klare Kante gegen neue Wehrpflicht und Aufrüstung sowie strategischer Parteiaufbau für die kommenden Wahlkämpfe.
Parteichefin Ines Schwerdtner betonte, dem wachsenden Rechtsruck und der Stärke der AfD mit konkreten sozialpolitischen Antworten begegnen zu wollen.

10.01.26 16:36 Uhr | 7 mal gelesen

Vor allem die ostdeutschen Landtagswahlen gelten bei der Linken als Prüfstein für eine antifaschistische Strategie – und um das gleich vorwegzunehmen: Die Parteispitze wirkt entschlossen, Neuland zu betreten oder zumindest alte Pfade glaubwürdig neu zu begehen. Co-Vorsitzender Jan van Aken brachte auf den Punkt, dass die Partei über ihr bisheriges Publikum hinaus blicken muss – auch frustrierte Nichtwähler und Enttäuschte will man wieder gewinnen. Der verbindende Nenner, so van Aken: Was das Leben kostet, trifft die Menschen existenziell.
Darum will die Linke nun ihre Kampagne gegen ausufernde Mietpreise und skrupellose Immobilienkonzerne deutlich verschärfen – man spricht offen von einer "Mieten-Mafia". Gleichzeitig gibt es eine klare Absage an die Wehrpflicht oder den Trend zur Militarisierung, den man mit Sorge sieht. Gerade im Südwesten – Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – will man als vehement soziale Kraft in die Landtage einziehen. Die Partei spricht davon, neue rote Leuchtfeuer zu setzen und als glaubwürdige Gegenerzählung gegen Nationalismus und soziale Kälte zu dienen.

Die Linke will sich mit einem Bündel aus klaren sozialpolitischen Forderungen und entschiedener Friedenspolitik in den nächsten Wahlkämpfen profilieren. Die Landtagswahlen im Osten stehen dabei im Fokus, weil sie als Gradmesser für die Strategie der Partei gegen den wachsenden Rechtspopulismus gelten. Im Mittelpunkt stehen bezahlbares Leben, Mieterschutz und die Ablehnung von Militarisierung – ergänzt um neue Anstrengungen, bislang enttäuschte oder abgehängte Menschen wieder für demokratische Politik zu begeistern. Neuere Berichte aus den letzten 48 Stunden zeigen, dass der Druck auf die Mietpreise weiter zunimmt, besonders in den Ballungszentren, während hitzige Debatten um Wehrpflicht und Bundeswehr-Einsätze auch in anderen Parteien für Kontroversen sorgen. Zudem beschäftigen sich Medien mit dem anhaltenden Aufstieg der AfD und der gesellschaftlichen Polarisierung, die der Linken neue Herausforderungen aber auch Chancen bietet.

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