Darum will die Linke nun ihre Kampagne gegen ausufernde Mietpreise und skrupellose Immobilienkonzerne deutlich verschärfen – man spricht offen von einer "Mieten-Mafia". Gleichzeitig gibt es eine klare Absage an die Wehrpflicht oder den Trend zur Militarisierung, den man mit Sorge sieht. Gerade im Südwesten – Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – will man als vehement soziale Kraft in die Landtage einziehen. Die Partei spricht davon, neue rote Leuchtfeuer zu setzen und als glaubwürdige Gegenerzählung gegen Nationalismus und soziale Kälte zu dienen.
Die Linke will sich mit einem Bündel aus klaren sozialpolitischen Forderungen und entschiedener Friedenspolitik in den nächsten Wahlkämpfen profilieren. Die Landtagswahlen im Osten stehen dabei im Fokus, weil sie als Gradmesser für die Strategie der Partei gegen den wachsenden Rechtspopulismus gelten. Im Mittelpunkt stehen bezahlbares Leben, Mieterschutz und die Ablehnung von Militarisierung – ergänzt um neue Anstrengungen, bislang enttäuschte oder abgehängte Menschen wieder für demokratische Politik zu begeistern. Neuere Berichte aus den letzten 48 Stunden zeigen, dass der Druck auf die Mietpreise weiter zunimmt, besonders in den Ballungszentren, während hitzige Debatten um Wehrpflicht und Bundeswehr-Einsätze auch in anderen Parteien für Kontroversen sorgen. Zudem beschäftigen sich Medien mit dem anhaltenden Aufstieg der AfD und der gesellschaftlichen Polarisierung, die der Linken neue Herausforderungen aber auch Chancen bietet.