Verdi warnt davor, dass die aktuellen Spardiskussionen rund um den Gesundheitssektor gravierende Folgen für die Versorgung haben könnten, einschließlich beschleunigter Klinikschließungen und einer zunehmenden Belastung für Beschäftigte in Krankenhäusern sowie gesetzlichen Krankenkassen. Besonders die geplanten Einschnitte bei den Verwaltungskosten der Kassen könnten unmittelbar die Arbeitsbedingungen und Tarifverträge der Angestellten gefährden. Verschärft wird die Sorge durch den Eindruck, dass der strukturelle Wandel im Gesundheitswesen weiterhin zulasten der Patientensicherheit und Beschäftigten läuft, was gewerkschaftlichen Protest und zunehmend auch Widerstand aus den Ländern nach sich zieht. Laut aktuellen Berichten in den Medien ist die Diskussion um Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen hochaktuell: In der Süddeutschen Zeitung wurde berichtet, dass die geplanten Kürzungen viele kleinere Kliniken unverhältnismäßig stark treffen könnten, da Nachfrage und Personal bereits am Limit seien. Die Zeit sieht insbesondere das strukturelle Problem in der fehlenden langfristigen Finanzierung und bemängelt das „Streichen ohne Konzept“. Deutschland.de beleuchtet die verfassungsrechtlichen und politischen Risiken eines schnellen Strukturwandels, der von vielen Ländern mittlerweile als Gefahr für die Grundversorgung empfunden wird.