Im Zentrum steht der massive Druck, den Verdi vier Tage vor der vermutlich entscheidenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder erzeugt. Die Gewerkschaft betont, dass besonders niedrige Gehälter, fehlende Nachwuchsförderung und die geplante lange Laufzeit des Tarifvertrags das System weiter belasten könnten – und letztlich die Effizienz staatlicher Leistungen unterminieren. In den letzten Jahren hat laut DW besonders der Personalmangel die Leistungsfähigkeit von Verwaltung und Infrastruktur geschwächt, was sich nicht nur in längeren Wartezeiten, sondern auch in allgemeinem Frust über den Service äußert. Gerade in Schulen und sozialen Einrichtungen könnten unzureichende Löhne den Fachkräftemangel verschärfen, warnt die taz in einem aktuellen Beitrag. Zuletzt gab es vergleichbare Streikwellen wie Anfang 2023, als ebenfalls in mehreren Bundesländern massive Einschränkungen im Nahverkehr und bei Behördengängen die Folge waren. Laut Süddeutscher Zeitung sitzt die Unzufriedenheit tief – denn viele Beschäftigte fühlen sich abgehängt, wenn die Inflation weiter anzieht, aber die Gehaltssteigerungen kaum Schritt halten.