Im Geschäftsjahr 2025 verbuchte die SozialBank ein auf 5,7 Milliarden Euro angewachsenes Kreditvolumen, während das Neugeschäft rund 1,2 Milliarden Euro ausmachte. Die Zinserträge summierten sich auf stolze 161,7 Millionen Euro, und bei den Provisionen kamen 22,7 Millionen Euro zusammen. Vor Steuern lag der Gewinn bei 56,1 Millionen Euro – ein Plus von 7,1 Prozent. Die Bilanzsumme kletterte zudem auf etwa 10,7 Milliarden Euro. Für 2026 will das Institut verstärkt digitalisieren und den Beratungsfokus noch stärker auf passgenaue Lösungen für den Sektor richten.
Geschäftsführer Prof. Dr. Harald Schmitz sieht in den gewaltigen Investitionsbedarfen, ausgelöst durch den demografischen Wandel und Reformen, einen Wachstumsmarkt, der auch an Komplexität zunimmt. Das Vertrauen in spezialisierte Finanzierer wie die SozialBank nimmt dabei spürbar zu. Das Unternehmen will gezielt die Transformation ihrer Kundschaft begleiten und weiterentwickeln.
Interessant: Auch die konzernverbundenen Gesellschaften trugen zum positiven Ergebnis bei. Die SozialFactoring GmbH verzeichnete einen Anstieg des Ankaufsvolumens um 17 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, mit 23,1 Millionen Euro Zinserlösen. Die Beratungsfirma SozialGestaltung GmbH setzte neue Akzente beim Thema Nachhaltigkeit, schuf modernisierte Seminarformate und organisierte erstmals einen sozialwirtschaftlichen Fachkongress.
Der Gewinn wird zurückgestellt und stärkt die Vorsorgereserven der Bank – gleichzeitig profitiert die Gemeinnützigkeit: Die Hauptanteilseigner, meist große Träger der Freien Wohlfahrt, erhalten eine attraktive Dividende aus der BFS SozialFinanz AG.
Trotz neuer Fördermittel und Transformationsfonds bleibt der Investitionsdruck, speziell bei Krankenhäusern, Pflegeheimen und Schulen, enorm. Marode Infrastruktur, hohe Betriebskosten und Personalmangel bremsen notwendige Modernisierungen aus. Mit Blick auf Gleichbehandlung kritisiert Schmitz, dass gerade freigemeinnützigen Trägern häufig adäquate Finanzierungsmöglichkeiten fehlen, was deren tragende Rolle in der sozialen Infrastruktur gefährdet. Hier sieht die SozialBank ein Feld für weiteres Engagement.
Unter dem Dach der BFS SozialFinanz AG bündelt die Gruppe spezialisierte Finanz-, Beratungs- und Bildungsleistungen gezielt für die Sozialwirtschaft. Im Kern bleibt die SozialBank damit das einzige Institut hierzulande, das sich exklusiv an Institutionen im sozialen und Gesundheitsbereich richtet.
Die SozialBank AG konnte ihr Kredit- und Ergebniswachstum im Jahr 2025 trotz angespannten Marktbedingungen weiter steigern. Ein Grund dafür ist die wachsende Nachfrage nach Investitionsmitteln in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, verstärkt durch politische Reformen und gesellschaftliche Veränderungen – allerdings herrscht weiterhin Unsicherheit, weil grundlegende Gesetzesvorhaben im Pflege- und Krankenhausbereich ausbleiben. Die Konkurrenz zwischen öffentlichen, privaten und gemeinnützigen Trägern spitzt sich zu, wobei gerade gemeinnützige Anbieter weiterhin bei der Finanzierung gegenüber anderen Gruppen benachteiligt sind, was kritische Stimmen aus dem sozialen Sektor auf große Defizite in der Versorgungslandschaft hinweisen lässt.
Nach aktueller Recherche hat etwa der Bundestag in den letzten Tagen weitere Debatten zu den geplanten Krankenhausreformen geführt, ohne dass eine endgültige Einigung erzielt wurde, während Nachrichtenportale wie die ZEIT und der Spiegel über die drohenden Insolvenzen bei Kliniken sowie den wachsenden Druck in der Pflegebranche berichten. Die Debatte über faire Finanzierungsbedingungen für freigemeinnützige Träger bleibt damit hochaktuell, ebenso wie der Bedarf an Innovationen und nachhaltigen Lösungen für die gesamte Versorgungsstruktur.