Spektakulärer Aufstieg: ERC System schickt Europas XXL-eVTOL in die Lüfte

Ein leises Rauschen über München: Das aufstrebende Team von ERC System hat mit Testflügen seines schwergewichtigen elektrisch betriebenen Senkrechtstarters "Romeo" begonnen. Mit über 2700 Kilogramm Startgewicht zählt der neue Prototyp bereits jetzt zu den Giganten der europäischen Elektroflug-Szene. Parallel dazu wird kräftig an Partnerschaften mit Luftrettern getüftelt – und an neuen, unbemannten Flugideen gebastelt.

heute 10:33 Uhr | 3 mal gelesen

Ehrlich gesagt: So einen Brocken sieht man selten abheben – doch ERC System hat's geschafft. Mit dem neuen Prototyp "Romeo" will das Münchner Unternehmen ein ordentliches Stück Zukunftsluftfahrt in greifbare Nähe rücken. Dr. David Löbl, Mitgründer und CEO, sprüht vor Stolz: „Wir setzen mit Romeo neue Maßstäbe für zeitkritische Transporte." Das Fluggerät, das auf eine Hybrid-Elektrik-Kombination setzt, kann senkrecht wie ein Helikopter starten, verwandelt sich aber während des Reiseflugs in einen gleitenden Flügelriesen, dessen Kosten und Geschwindigkeit einen klassischen Heli ziemlich alt aussehen lassen. Ziel ist: weniger Kosten, mehr Tempo, vor allem für Krankentransporte. Aber was nutzt Hightech, wenn keiner mitmacht? Deshalb sind bei den aktuellen Flugtests auch die ganz Großen der Luftrettungsbranche dabei – in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und darüber hinaus. Die DRF Luftrettung zum Beispiel mischt vorne mit und bringt Erfahrung aus fünf Jahrzehnten mit ein. Sie hoffen, dass Romeo ab den 2030ern fester Teil ihrer Flotte wird – gerade dann, wenn klassische Kliniken weiter schrumpfen und Distanzen größer werden. Jumpcut zur nächsten Baustelle: Unbemannte Lufttransporte! Für Notfallpatienten und Spezialfälle laufen die Pläne schon, aber ERC System will auch Logistik und Verteidigung rocken und feilt fleißig an drohnenbasierten Systemen. Ein paar Geheimnisse werden allerdings bis mindestens 2026 gehütet. So viel steht fest: Hinter ERC steckt ein Team, das seit der Gründung 2020 von IABG-Profis unterstützt wird und auf ziemlich viel Luftfahrt-Insiderwissen zurückgreifen kann. Ihre Vision: keine Versprechen ohne handfeste Tests – jeder Prototyp muss unter Realbedingungen zeigen, dass er alltagstauglich ist. Ob das alles so aufgeht, zeigt erst die Zeit. Aber ein bisschen Begeisterung – ja, die ist erlaubt.

ERC System hat mit erfolgreichen Testflügen seines eVTOL-Prototyps "Romeo" einen wichtigen Schritt Richtung Serienreife gemacht. Das Unternehmen setzt auf eine Hybridstrategie – senkrecht starten, effizient im Reiseflug dank Flügeln –, um insbesondere Krankentransporte zu revolutionieren. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Luftrettungsorganisationen wie der DRF Luftrettung soll die Praxistauglichkeit erhöhen und Sicherheit in der Entwicklung schaffen. Neben der Entwicklung bemannter Rettungsfluggeräte richtet ERC den Blick verstärkt auf unbemannte Logistiklösungen – eine Antwort auf wachsende Anforderungen, etwa durch Klinikschließungen und Fachkräftemangel. Neuere Entwicklungen im Bereich der urbanen Luftmobilität erhalten weltweit zunehmende Aufmerksamkeit: In Deutschland fördert die Regierung gezielt Projekte zur emissionsreduzierten Luftfahrt; auch Airbus und Lilium arbeiten intensiv an eVTOLs für Passagier- und Frachtflüge. Die größten Herausforderungen bleiben Zertifizierung, Akzeptanz in der Bevölkerung sowie die Integration in den Luftraum. Die Konkurrenz ist groß, aber ERC setzt auf eine enge Verknüpfung von praktischen Tests, strategischen Partnerschaften und kapitaleffizienter Entwicklung, um sich im innovationsgetriebenen Markt zu behaupten.

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