VW und Elli: Startschuss für Vehicle-to-Grid auf großer Bühne

Wolfsburg/München – Die Vehicle-to-Grid-Technologie, bisher oft ein Thema von Nischendiskussionen und einzelnen Piloten, bekommt nun durch Volkswagen und Elli einen Impuls, der potenziell den Massenmarkt erfasst. Der Clou: Die bislang meist isolierten Angebote werden erstmals über Modellgrenzen und Regionen hinweg als organisiertes System gedacht.

heute 13:55 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal wird aus einer kleinen Idee, in diesem Fall V2G (Vehicle to Grid), der sprichwörtliche große Wurf – zumindest, wenn sich ein Konzern wie Volkswagen darum bemüht. Die Power2Drive dient dieses Jahr als Podium, auf dem Volkswagen und deren Tochter Elli zeigen wollen, wie E-Autos als Energiespeicher in bestehende Stromnetze eingebunden werden. Dies soll nicht mehr auf Einzelfahrzeuge beschränkt sein, sondern mit einer clever verzahnten Plattform gleich eine ganze Flotte nutzbar machen. Was das heißt? VW sieht Vehicle-to-Grid eben nicht nur als nerdiges Technik-Feature, sondern als ein System, das eventuell die Energiewelt und den Geldbeutel so mancher Stromkund:innen aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Wer’s genauer wissen will: Auf der Power2Drive Europe 2026, am 23. Juni um 11:00 Uhr im Pressezentrum West 2. OG, steigen Palazzo (Chef von Elli und Energie-Strippenzieher bei VW) und Bagschik (Expertin für Kundenservice bei VW) in die Tiefe. Parallel – schönes Detail am Rande – beginnt die Vorregistrierung für Interessierte, die ganz vorne mit dabei sein wollen, wenn V2G ausgerollt wird. Ein Presselunch zum Netzwerken und Austauschen schließt die Runde ab. Klartext: Wer sich für das Thema interessiert, wird am besten direkt Teil der Diskussion. Anmeldung? Einfach eine kurze Mail an Ela Günes, die bei Volkswagen Group Charging den Kommunikationshut aufhat.

Volkswagen und Elli wollen das bisher fragmentierte Feld von Vehicle-to-Grid (V2G) mit einem skalierbaren Angebot neu aufmischen – ausgehend von einer großen Flotte und gestützt durch eine eigene Energieplattform. Damit könnte das Wechselspiel zwischen E-Autos und Stromnetz künftig für sehr viele Menschen Alltag werden, nicht nur für Technikbegeisterte oder in kleinen Pilotregionen. Ein genauer Blick auf aktuelle Fachberichte zeigt: Die Branche nimmt das Thema zunehmend ernst, allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die fragen, wie schnell regulatorische Hürden, Datensicherheit und Netzstabilität gelöst werden können. Daran knüpft auch der Ansatz von VW, durch die Integration verschiedener Modelle und überregionale Plattformen Praxistauglichkeit und Markthochlauf endlich Realität werden zu lassen. Nach neuen Medienberichten stößt das Thema, auch durch die voranschreitenden Strompreisdiskussionen und den wachsenden Flottenbestand von E-Autos, auf ein breiteres Echo. Während einige Wettbewerber ihre V2G-Lösungen weiterhin auf Einzelfahrzeuge beschränken, will Volkswagen mit Elli das Thema zur nächsten Marktreife führen und plant, 2026 erste großflächige Anwendungen zu starten.

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