Werner Graf: Berlins Müllproblem – Ein Frust und ein Plan

Werner Graf, Spitzenmann der Grünen in Berlin, will dem Schmutz auf den Straßen an den Kragen. Er verspricht: Nach der Wahl soll eine ernstgemeinte Aktion für Sauberkeit starten.

heute 14:00 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal fragt man sich wirklich, was aus dieser Stadt geworden ist. Werner Graf jedenfalls scheint es ähnlich zu gehen. Berlin, meint er in einem Interview, sei eindeutig zu schmutzig geworden – irgendwie, als würden alle das Draußen vergessen oder einfach ignorieren. Sein Vorschlag klingt ehrgeizig, zwar nicht spektakulär, aber konkret: Gleich zu Regierungsbeginn will er eine Art Sauberkeitskommando im Roten Rathaus aufziehen. Seine Beobachtung: Seit Corona hat sich der Blick auf den öffentlichen Raum verschoben. Zuhause machen alle klar Schiff, aber draußen – da herrscht Chaos. Das will er nicht einfach weiter hinnehmen. Also alle städtischen Reinigungsstellen zusammenlegen, eine Verpackungssteuer einführen – da regt sich in mir der Gedanke, ob das reicht? Andere Städte, sagt er, kriegen es jedenfalls besser hin. Vor allem Wien nennt er als Positivbeispiel: Dort können Hauseigner Parkplätze anmieten und schnell umfunktionieren – zu grünen, gemeinschaftlichen Ecken, offen für jeden. Wo man sich kümmert, bleibt's eben sauberer. Würde das auch in Berlin klappen oder scheitert es am typischen Berliner „Ick bin doch nicht zuständig!“-Gefühl?

Werner Graf von den Grünen findet Berlins Straßen kaum noch zumutbar. Seine Idee: Ein gemeinsamer Sauberkeits-Stab im Rathaus und eine Verpackungssteuer sollen für mehr Ordnung sorgen. Beispiele wie Wien machen ihm Hoffnung – aber natürlich bleibt die Frage, ob das im oft widerspenstigen Berlin wirklich funktioniert. Ergänzend dazu wurde die Müllsituation in deutschen Großstädten jüngst wieder diskutiert, da neben Berlin auch Städte wie Hamburg und Frankfurt mit zunehmendem Abfall kämpfen. Experten loben multifunktionale Stadtmöbel und stärkere Bürgerbeteiligung als nachhaltigere Alternativen zur reinen Reinigung. Teilweise bremsen allerdings rechtliche Hürden und mangelnde Koordination den Fortschritt, weshalb manche Maßnahmen ins Leere laufen.

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