Winterberg: Eisige Dramen und große Hoffnungen beim letzten Rodel-Olympia-Qualiwochenende

Winterberg trotzt Frost und Schnee – die letzten Tickets nach Mailand Cortina 2026 werden gezogen.

heute 07:59 Uhr | 2 mal gelesen

Es gibt Orte, an denen die Kälte fast schon zum Charakter des Geschehens wird. Winterberg im Sauerland war am vergangenen Wochenende wieder so ein Ort, als die Rodel-Elite sich zur letzten Olympia-Qualifikationschance vor Mailand Cortina 2026 traf. Im Eiskanal der VELTINS EisArena wurden bei ungemütlichem Wetter die Nerven getestet – und offenbar liegen einigen Athletinnen und Athleten solche Bedingungen ganz besonders. Am Samstag legten die Einsitzer-Fahrerinnen und -Fahrer los – Schneeflocken inklusive. Hannah Prock aus Österreich etwa scheint eine besondere Beziehung zur Bahn zu haben. In beiden Durchgängen war sie die Schnellste, was ihr schließlich den zweiten Weltcupsieg dieser Saison und das Gelbe Trikot der Gesamtführenden einbrachte. Julia Taubitz aus Deutschland katapultierte sich nach einem schwachen Saisonstart mit Platz zwei zurück ins Rampenlicht, während Verena Hofer aus Italien mit Platz drei zeigte, wie wertvoll gute Trainingskilometer sind, besonders auf fremden Bahnen. Wenig später ging das Kräftemessen bei den Herren richtig los – offenbar versuchten die Minusgrade, die Zeiten im Eiskanal noch schneller zu machen. Jonas Müller (Österreich) schnappte sich mit knappem Vorsprung den Tagessieg vor Felix Loch (Deutschland), der trotz Platz zwei wegen eines mageren Punktevorsprungs weiter im Gesamtweltcup führt. Bemerkenswert: Auch der aus Deutschland stammende Max Langenhan war vorne mit dabei, was die Leistungsdichte im Feld einmal mehr unterstreicht. Am Sonntag stand das Geschehen ganz im Zeichen der Doppelsitzer. Und wieder: Überraschende Wendungen. Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal gewannen bei den Damen, Selina Egle und Lara Kipp verteidigten ihre weiße Weste im Gesamtweltcup. Bei den Herren machten Tobias Wendl und Tobias Arlt Geschichte; mit ihrem 58. Weltcupsieg knackten sie einen Rekord – und vielleicht auch die Geduld ihrer Konkurrenz. Wer dranbleibt, kann daher sagen: Rodelfans wurden mit feinsten Details beschenkt, vor allem auch in der Team-Staffel, wo das deutsche Team einen glanzvollen Abschluss erlebte. Österreich, Italien – niemand war chancenlos, aber am Ende jubelte die heimische Mannschaft. Mailand Cortina rückt näher, und die Schlachten in Winterberg geben bereits jetzt ein kleines Versprechen: Olympia 2026 dürfte spannend werden! Pressekontakt: Margit Dengler-Paar, FIL – Internationaler Rodelverband (press@fil-luge.org / www.fil-luge.org)

Im letzten Olympia-Qualifikationsrennen der Rodler in Winterberg demonstrierten die Athletinnen und Athleten eindrucksvoll ihre Form, während winterliche Bedingungen für besondere Herausforderungen sorgten. Hannah Prock und Jonas Müller (beide AUT) triumphierten in den Einsitzer-Wettbewerben, wohingegen die deutschen Duos Degenhardt/Rosenthal und Wendl/Arlt in den Doppelsitzer-Konkurrenzen für Furore sorgten. Die Team-Staffel brachte den deutschen Fahrern einen emotionalen Heimsieg, was die Motivation in Richtung Mailand Cortina 2026 hochhält. Während die Konkurrenz aus Österreich, Italien und Lettland die Leistungsdichte verdeutlicht, rückt die Bedeutung von Bahnvertrautheit und Nervenstärke immer mehr in den Fokus. Laut jüngsten Hintergrundberichten setzen viele Nationen inzwischen auf gezielte Material- und Technologieentwicklung, um letzte Zehntelsekunden herauszukitzeln – ein Trend, der sich auch in Winterberg abzeichnete. Die internationale Berichterstattung hebt vermehrt die gestiegene Wettkampfdichte und Innovation etwa bei der Herstellung der Schlitten hervor. Gerade für die kommenden Olympischen Winterspiele ist daher nicht mehr nur sportlicher Ehrgeiz gefragt, sondern auch Know-how auf technischer Ebene.

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