Im November 2025 hat sich zeb dazu entschieden, der Science Based Targets initiative beizutreten – ein bemerkenswerter Schritt, wenn man bedenkt, wie träge manche Branchen beim Klimathema agieren. Durch die Entscheidung wollte zeb sicherstellen, dass die eigenen CO2-Reduktionsziele nicht nur leere Versprechen bleiben, sondern sich an wissenschaftlich belastbaren Standards ausrichten, wie sie auch das Pariser Abkommen vorgibt. Die jetzt erfolgte Validierung durch die SBTi betrifft die Zeiträume bis 2030 sowie das Fernziel 2050.
Konkret hat zeb festgelegt, den Eigenverbrauch und den Bezug von Energie bis 2030 um 42 Prozent zu senken. Für indirekte Emissionen – etwa durch Lieferketten – bleibt immer eine gewisse Unsicherheit, dennoch strebt man hier eine Reduzierung um 25 Prozent an. Erstaunlich ist: Sogar die Zulieferer werden in die Pflicht genommen. Ein Drittel soll eigene Klimaziele nach SBTi-Standards festlegen. Längerfristig strebt zeb an, bis spätestens 2050 klimaneutral – oder wie es oft heißt: Net Zero – zu arbeiten.
Interessant ist der Aspekt, dass zeb mit dieser Validierung auch im Hinblick auf ihre Beratungstätigkeit Vorreiter sein will. Immer mehr Kunden im Finanzumfeld erwarten belastbare Nachhaltigkeitsdaten und Transparenz. Die schrittweise Umsetzung der Klimaziele konzentriert sich auf die Unternehmensbereiche, in denen emissionsseitig am meisten zu holen ist. Zum Unternehmen: zeb ist seit 1992 als Beratungsfirma rund um Strategie, Management und IT für Banken und andere Finanzdienstleister europaweit tätig und hat zahlreiche Standorte, etwa in Berlin, Frankfurt oder Zürich. In Rankings landet zeb immer wieder auf den vorderen Plätzen, wenn es um Beratung für die Finanzwelt geht.
zeb setzt mit der SBTi-Validierung ein Signal für nachhaltige Unternehmensführung und bindet neben eigenen Prozessen auch die Lieferkette – zumindest teilweise – aktiv ein. Besonders bemerkenswert ist die Dynamik im Beratungssektor: Während viele Dienstleister noch vor sich hertüfteln, legt zeb messbare Ziele vor, die nun auch extern überprüft werden. Aktuelle Recherchen zeigen, dass laut der Financial Times und weiteren Medien immer mehr Dienstleistungsunternehmen auf SBTi-zertifizierte Klimamaßnahmen setzen, da Investoren und Kunden zunehmend Transparenz einfordern. Zudem hat sich die SBTi-Initiative in den letzten Monaten weiter verschärft und fordert nun strengere Nachweise und jährliche Fortschrittsberichte. Auch im europäischen Kontext zeigt sich: Die Integration von Klimazielen in Unternehmensstrategien entwickelt sich vom „Nice-to-have“ zum Wettbewerbsfaktor, getrieben durch ESG-Regularien, steigendes Umweltbewusstsein der Kunden und zunehmenden gesellschaftlichen Druck auf Unternehmen, glaubwürdigen Klimaschutz zu liefern.