Erneut wurden afghanische Männer aus Deutschland abgeschoben – nach Angaben des Innenministeriums vor allem solche, die wegen schwerer Straftaten verurteilt wurden. Während Sicherheitsbehörden Rückführungen als notwendige Maßnahme ansehen, kritisieren zahlreiche Menschenrechtsorganisationen die Praxis scharf. Aufgrund der katastrophalen Lage seit Machtübernahme der Taliban – etwa 29 Millionen Menschen benötigen laut International Rescue Committee humanitäre Hilfe – wächst internationaler Druck, von weiteren Abschiebungen abzusehen; gleichwohl steht die Bundesregierung politisch weiterhin unter dem Spagat zwischen Abschiebeforderungen und Schutzansprüchen. In den letzten Stunden berichten Nachrichtenportale breit über die Verschärfungen im deutschen Asylrecht und die Eskalation der Situation in Afghanistan: Solche Rückführungen werfen ethische, rechtliche – und ganz persönlich-existenzielle Fragen auf, und das nicht nur für die unmittelbar Betroffenen.
25.08.26 12:27 Uhr