Zwischen Montag und Mittwoch wurden 1.317 Menschen von Infratest zum ARD-Auftrag befragt, knapp bevor am Donnerstagmorgen die neuen Regierungspläne vorgestellt wurden. Interessant: Gerade mal 13 Prozent der Befragten geben an, mit der Bundesregierung zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. 86 Prozent allerdings machen keinen Hehl aus ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung, lauwarme Zustimmung – Fehlanzeige.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) steckt besonders im Stimmungstief: Nur noch 13 Prozent zeigen sich mit seiner Arbeit einverstanden. Satte 84 Prozent sind alles andere als begeistert – die bisher schlechtesten Werte für einen amtierenden Regierungschef im ARD-Trend!
Boris Pistorius (SPD), Verteidigungsminister, steht unter den Minister:innen weiterhin am solidesten da: 52 Prozent Zufriedenheit, wenn auch leicht rückläufig. Das Außenministerium – Johann Wadephul (CDU) – hält 28 Prozent bereit, Dobrindt (CSU) beim Innenressort immerhin 22 Prozent. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verweilt bei 21 Prozent, während Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit 11 Prozent weiter abrutscht.
Die Oppositionsführerin Alice Weidel (AfD) hält mit 27 Prozent Zufriedenheit ihr Niveau (+1). Bei Franziska Brantner (Grüne) und Ines Schwerdtner (Linke) bleibt die Bekanntheit gering: Mehr als jeder Zweite kennt sie kaum oder mag sich kein Urteil erlauben. Ein Umfragebild, das drängende Fragen nach der politischen Zukunft und nach dem Vertrauen in die etablierten Parteien aufwirft. Es bleibt spannend, aber auch ein wenig beunruhigend.
Die aktuelle Umfrage von Infratest dimap für die ARD zeigt deutliche Verschiebungen: Die AfD verharrt bei starken 27 Prozent und setzt sich mit fünf Punkten Vorsprung deutlich vor die Union (22 Prozent) ab, während SPD, FDP und weitere Parteien weiterhin schwächeln. Die Bundesregierung und vor allem Kanzler Merz erzielen historisch niedrige Zufriedenheitswerte – die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit dem politischen Kurs ist eklatant hoch. Neuere Recherchen belegen, dass insbesondere die andauernden Konflikte innerhalb der Regierungskoalition, Unklarheiten in der Migrationspolitik und die schleppende Umsetzung von Sozial- und Wirtschaftsvorhaben das Vertrauen der Wähler:innen weiter aushöhlen; der Unmut über den Umgang mit Themen wie Inflation, Wohnungsnot und Klimapolitik wird als mitentscheidend für die Stärke der AfD angesehen.