AfD baut Vorsprung in aktueller Umfrage weiter aus – Union verliert an Boden

Die neuste Infratest-Erhebung sieht die AfD mit klarem Abstand vorn: 5 Prozentpunkte trennt sie jetzt von der Union.

02.07.26 18:02 Uhr | 1 mal gelesen

Würde heute gewählt, käme die Union auf magere 22 Prozent – ein Rückgang um einen Punkt seit Anfang Juni. Das zeigt der aktuelle 'ARD-Deutschlandtrend', der am Donnerstagabend öffentlich wird. Geradezu ungerührt bleibt hingegen die AfD auf ihren 27 Prozent stehen; sie hält ihren Vorsprung von nun 5 Prozentpunkten gegenüber der Union locker. Für die SPD geht’s weiter bergab; sie müsste sich nach jetzigem Stand mit 12 Prozent begnügen, einen Punkt weniger als noch zuvor. Die Grünen schnappen sich ein kleines Plus und steigen auf 15 Prozent, ebenso kann die Linke auf mittlerweile 11 Prozent klettern. Die FDP würde mit ihren 4 Prozent wiederum nicht den Sprung in den Bundestag schaffen. Der Rest schlägt sich mit zusammen 9 Prozent herum – keine Veränderung in Sicht.

Zwischen Montag und Mittwoch wurden 1.317 Menschen von Infratest zum ARD-Auftrag befragt, knapp bevor am Donnerstagmorgen die neuen Regierungspläne vorgestellt wurden. Interessant: Gerade mal 13 Prozent der Befragten geben an, mit der Bundesregierung zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. 86 Prozent allerdings machen keinen Hehl aus ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung, lauwarme Zustimmung – Fehlanzeige.

Kanzler Friedrich Merz (CDU) steckt besonders im Stimmungstief: Nur noch 13 Prozent zeigen sich mit seiner Arbeit einverstanden. Satte 84 Prozent sind alles andere als begeistert – die bisher schlechtesten Werte für einen amtierenden Regierungschef im ARD-Trend!

Boris Pistorius (SPD), Verteidigungsminister, steht unter den Minister:innen weiterhin am solidesten da: 52 Prozent Zufriedenheit, wenn auch leicht rückläufig. Das Außenministerium – Johann Wadephul (CDU) – hält 28 Prozent bereit, Dobrindt (CSU) beim Innenressort immerhin 22 Prozent. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verweilt bei 21 Prozent, während Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit 11 Prozent weiter abrutscht.

Die Oppositionsführerin Alice Weidel (AfD) hält mit 27 Prozent Zufriedenheit ihr Niveau (+1). Bei Franziska Brantner (Grüne) und Ines Schwerdtner (Linke) bleibt die Bekanntheit gering: Mehr als jeder Zweite kennt sie kaum oder mag sich kein Urteil erlauben. Ein Umfragebild, das drängende Fragen nach der politischen Zukunft und nach dem Vertrauen in die etablierten Parteien aufwirft. Es bleibt spannend, aber auch ein wenig beunruhigend.

Die aktuelle Umfrage von Infratest dimap für die ARD zeigt deutliche Verschiebungen: Die AfD verharrt bei starken 27 Prozent und setzt sich mit fünf Punkten Vorsprung deutlich vor die Union (22 Prozent) ab, während SPD, FDP und weitere Parteien weiterhin schwächeln. Die Bundesregierung und vor allem Kanzler Merz erzielen historisch niedrige Zufriedenheitswerte – die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit dem politischen Kurs ist eklatant hoch. Neuere Recherchen belegen, dass insbesondere die andauernden Konflikte innerhalb der Regierungskoalition, Unklarheiten in der Migrationspolitik und die schleppende Umsetzung von Sozial- und Wirtschaftsvorhaben das Vertrauen der Wähler:innen weiter aushöhlen; der Unmut über den Umgang mit Themen wie Inflation, Wohnungsnot und Klimapolitik wird als mitentscheidend für die Stärke der AfD angesehen.

Schlagwort aus diesem Artikel