AfD-Spitze: Chrupalla strebt gemeinsame Wiederwahl mit Weidel an

Tino Chrupalla plant, sich erneut als Vorsitzender der AfD zur Wahl zu stellen und setzt dabei weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Alice Weidel als Doppelspitze.

17.01.26 05:04 Uhr | 38 mal gelesen

„Wenn ich ehrlich bin, denke ich, dass sich unser Führungsduo in den vergangenen Monaten durchaus bewährt hat“, erklärte Tino Chrupalla jüngst im Gespräch mit der 'Welt am Sonntag' und lässt dabei wenig Zweifel an seinen Zukunftsplänen: Er möchte auf dem kommenden Bundesparteitag im Juli wieder gemeinsam mit Alice Weidel für die Parteispitze kandidieren. Die beiden sehen ihre Partnerschaft als Erfolgsgeschichte – nicht zuletzt, weil sie der Partei, so Chrupalla, mehr Schlagkraft und Professionalität verliehen hätten. In Erfurt, am 4. und 5. Juli, werden die AfD-Delegierten neu über den Bundesvorstand abstimmen. Vieles deutet darauf hin, dass das bisherige Führungsduo seine Arbeit fortführen will. Trotzdem: Kleine Risse im Bild der Harmonie blieben in der Vergangenheit nicht aus – doch offenbar wiegen deren gemeinsame Erfolge für die beiden Spitzenfunktionäre schwerer.

Tino Chrupalla hat seine Bereitschaft signalisiert, gemäß dem aktuellen Trend der Doppelspitzen die AfD an der Seite von Alice Weidel weiter zu führen. Die Partei wird auf dem Bundesparteitag in Erfurt entscheiden, ob das bestehende Führungsduo erneut das Mandat erhält. Zuletzt wurde deutlich, wie gespalten die Partei in manchen strategischen Fragen ist: Während Chrupalla und Weidel den Kurs auf Professionalisierung legen, gibt es in einzelnen Landesverbänden weiterhin Spannungen, wie verschiedene Medien berichten. Neuere Recherchen zeigen, dass das Verhältnis der beiden Parteichefs teilweise von Misstrauen innerhalb der Partei überschattet wird (siehe z.B. Berichte bei SZ und Spiegel), und die AfD angesichts gestiegener Zustimmung in Umfragen nun stärker im Fokus öffentlicher Kritik steht. Außerdem wurde bekannt, dass der Parteitag unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden wird, da Proteste erwartet werden. Änderungen im Wahlverhalten in ostdeutschen Bundesländern geben dem Führungsduo zusätzlichen Rückenwind – allerdings wächst auch der Widerstand gegen eine weitere Radikalisierung.

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