Synthetische Drogen – sie sind kein fernes Problem mehr. Immer öfter berichten Fachleute von Fällen, in denen harmlose Mengen Fentanyl oder ähnlicher Substanzen schwere Überdosen verursachen; Nitazene sind sogar noch potenter. In Deutschland ist die Zahl drogenbedingter Todesfälle 2023 nach Angaben des BKA erneut gestiegen. Während klassische Drogen gut erfasst scheinen, stapfen Polizei, Suchthilfe und Gesundheitspolitik oft im Nebel, wenn es um neue Substanzen geht. Europäische Behörden schlagen Alarm: Ein noch nie dagewesenes Tempo bei der Entwicklung neuer psychoaktiver Stoffe, günstige Produktion, ein immer undurchschaubarerer Schwarzmarkt. Streeck fordert mehr Aufklärung, bessere Früherkennung und einen Paradigmenwechsel im Umgang mit der Sucht – eine Strategie, die nicht nur reagiert, sondern vorausdenkt. Neuere Berichte zeigen, dass bereits erste Todesfälle durch Nitazene in deutschen Großstädten aufgetreten sind. Die hohe Potenz und schwierige Nachweisbarkeit dieser Stoffe machen schnelle Hilfe und Prävention besonders schwierig. Neben Aufklärungskampagnen fordern Experten gezieltere Kontrollen im Onlinehandel und auf EU-Ebene koordinierte Verbote, um die Verbreitung einzudämmen.