Fußball – manchmal schreibt der Sport die Geschichten, die sich kaum jemand ausdenken könnte. Gegen Jordanien lag Algerien erst hinten: Nizar Al-Rashdan brachte die Jordanier in Minute 36 nach einem ziemlich chaotischen Fehlpassspiel von Zerrouki und eben so kurioser Vorlage von Al-Taamari in Führung. Klingt nach einer Pleite für Algerien? Aber nein – nach der Pause hatten die "Wüstenfüchse" sichtlich mehr Schneid. Die algerische Mannschaft drehte auf, suchte den Druck, zwang die Jordanier zu Fehlern. Der Ausgleich fiel nach einer Ecke: Mahrez servierte den Ball, Benbouali nickte ein – 1:1, 69. Minute. Und dann, so kurz vor Schluss, noch mehr Drama: Eine weitere Ecke, Bensebaini verlängert, Amine Gouiri steht goldrichtig und befördert das Runde ins Eckige – das 2:1, der Jubel groß. Jordanien bleibt damit ohne Punkt in der Gruppe und ist so gut wie raus. Argentinien sitzt auf dem Thron (sechs Zähler), Österreich und Algerien können noch hoffen, Jordanien dagegen erwartet am frühen Sonntagmorgen das wohl bedeutungslose Gruppenspiel gegen Argentinien. Für Spannung ist trotzdem gesorgt – zumindest bei den anderen Teams.
Algerien hat sich am zweiten Gruppenspieltag eindrucksvoll gegen Jordanien zurückgekämpft: Die Mannschaft lag erst im Rückstand, drehte dann jedoch mit Einsatz und Cleverness die Partie. Nach dem Ausgleich durch Benbouali traf kurze Zeit später Gouiri entscheidend zum 2:1 und sicherte Algerien damit die letzten Chancen auf das Weiterkommen. Jordanien hat nach zwei Niederlagen keine Möglichkeit mehr aufs Achtelfinale, während in der Gruppe J Argentinien souverän führt, und Österreich und Algerien um das Weiterkommen kämpfen. Ergänzend: Verschiedene Medien heben hervor, dass Algeriens größere individuelle Klasse letztlich ausschlaggebend war; einige kritisieren aber auch Jordaniens mangelnden Ideenreichtum trotz couragiertem Start. Die Gruppenphase bleibt bis zur letzten Runde spannend, wenngleich Argentinien bereits durch ist. Verdichtet betrachtet: In den sozialen Netzwerken sorgte der Sieg der Nordafrikaner für große Begeisterung, während jordanische Stimmen enttäuscht, aber auch stolz auf die Auftakt-Leistung ihrer Elf reagierten.