Arbeitsmarkt in der Flaute: Zum Jahreswechsel kaum Besserung in Sicht

Im Dezember 2025 verzeichnete Deutschland einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen – insgesamt lag die Quote um 101.000 Personen über dem Vorjahresstand. Auch zum Monatsende blieb wenig Hoffnung auf Aufschwung.

07.01.26 09:59 Uhr | 16 mal gelesen

Manchmal fühlt es sich an, als hätte der deutsche Arbeitsmarkt einen besonders langen Winterschlaf gehalten – auch zum Jahreswechsel 2025 blieb die erhoffte Wende aus. Laut Bundesagentur für Arbeit gab’s im Dezember – rein saisonbereinigt betrachtet – zwar nur einen leichten Zuwachs an Arbeitslosen um 3.000 gegenüber dem Vormonat, aber die absolute Zahl sieht beeindruckender (oder eher bedrückender) aus: 2,908 Millionen Menschen ohne Job. Kleiner Exkurs: Die Arbeitslosenquote drehte ein Mini-Rad nach oben, jetzt bei 6,2 Prozent. BA-Chefin Andrea Nahles bringt es auf den Punkt: Wirtschaftlicher Rückenwind fehlt weiterhin. Im Gegenteil, die Entwicklung bleibt, nennen wir sie freundlich, unterkühlt. Interessant ist, dass die Unterbeschäftigung, die ein umfassenderes Bild bietet (man muss ja nicht nur auf das Offensichtliche starren), saisonbereinigt ein winziges Minus einfuhr. Sie liegt bei 3,572 Millionen, also 3.000 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig schrumpfte die Anzahl der gemeldeten freien Jobs auf 619.000, darunter immerhin 35.000 weniger als im Dezember 2024. Der BA-Stellenindex (BA-X) mochte sich minimal verbessern, bleibt aber unter Vorjahr. Die Uhr tickt auch für die Bedürftigenzahlen: Über eine Million beziehen aktuell Arbeitslosengeld, das sind 102.000 mehr als vor einem Jahr. Parallel dazu gibt es weniger Bürgergeldempfänger – 122.000 weniger als vor einem Jahr, aber mit 7 Prozent bleibt der Anteil der Hilfsbedürftigen am Erwerbsleben bemerkenswert hoch. Vielleicht liegt’s am Wetter, vielleicht an der Konjunktur, aber Fortschritte jedenfalls sehen anders aus.

Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt zum Jahresende 2025 kaum Anzeichen einer Erholung: Die Arbeitslosenzahlen sind zwar nur moderat zum Vormonat gestiegen, im Jahresvergleich jedoch um 101.000, was auf anhaltende konjunkturelle Schwächen hinweist. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt gedämpft, wie der Rückgang sowohl bei den gemeldeten offenen Stellen als auch beim BA-Stellenindex zeigt. Es gibt eine kleine Verbesserung bei der Unterbeschäftigung und weniger Bürgergeldempfänger, dennoch bleibt die Hilfebedürftigkeit spürbar – insbesondere das Langzeitproblem fehlender wirtschaftlicher Dynamik stimmt bedenklich. Ergänzend aus aktuellen Quellen: Der deutsche Arbeitsmarkt steht laut mehreren aktuellen Analysen weiter unter dem Druck externer Faktoren, etwa globaler Konjunkturunsicherheiten, wirtschaftlicher Zurückhaltung vieler Unternehmen und steigenden Lebenskosten (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)). Es werden aktuell verstärkt Anstrengungen unternommen, um Qualifizierungsmaßnahmen und Integrationsprogramme für Langzeitarbeitslose auszubauen (Quelle: [ZEIT](https://www.zeit.de)). Fachkräfteengpässe bleiben trotz allgemeiner Arbeitsmarktprobleme weiterhin in einigen Branchen ein Thema, wodurch sich regionale Unterschiede nochmals verschärfen (Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)).

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