2025 scheint auf den ersten Blick ein Jahr der Kontinuität zu sein, wenn man auf die Arzneimittelausgaben der GKV blickt: Mehr Ausgaben, weniger Verpackungen – so fasst es Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des DAV, treffend zusammen. Der medizinische Fortschritt sorgt dafür, dass innovative Medikamente auf den Markt kommen, die oft erheblich teurer sind als ältere Präparate. Ärztinnen und Ärzte ermöglichen Patientinnen und Patienten somit den Zugang zu neuesten Therapien. Die Kehrseite: Apotheken profitieren in finanzieller Hinsicht kaum davon. Seit etwa zehn Jahren bewegt sich das Apothekenhonorar faktisch kaum – das Festhonorar pro Packung stagniert seit 2013 bei 8,35 Euro, während die Kosten für die Betriebe tendenziell aus allen Nähten platzen. Der versprochene Anstieg auf 9,50 Euro bleibt bislang aus und die Zahl der Apothekenschließungen wächst: Schon jede fünfte wurde seither aufgegeben. Kein Wunder, dass der DAV die Bundesregierung und die Parlamente dazu auffordert, die Apothekenlandschaft nicht weiterhin zu vernachlässigen. Denn sonst wird der Weg zur nächsten Apotheke für viele deutlich weiter – und die wohnortnahe Versorgung steht auf dem Spiel.
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Originalquelle: ABDA Bundesverband Dt. Apothekerverbände via news aktuell – http://ots.de/5ec57e
Die GKV gibt für das Jahr 2025 fast 5 Prozent mehr für Arzneimittel aus, was sich auf 56,4 Milliarden Euro summiert. Hinter dieser nüchternen Zahl verbirgt sich, dass Apotheken mit unveränderten Honoraren und steigenden Betriebskosten zunehmend unter Druck geraten. Die angekündigte Erhöhung des Festhonorars wurde von der Politik bislang vertagt, obwohl es Konsens im Koalitionsvertrag ist – die Zukunft vieler Apotheken und die Nahversorgung sind dadurch gefährdet.
Aus der aktuellen Recherche ergibt sich, dass sich der Apotheken-Notstand in vielen Regionen Deutschlands weiter zuspitzt: Immer mehr Betriebe schließen mangels Wirtschaftlichkeit. Aktuelle Debatten (zum Beispiel im Bundestag und in der Fachpresse) zeigen zudem, dass sowohl Pharmaunternehmen als auch Krankenkassen von steigenden Ausgaben profitieren, während Apotheken sich mit bürokratischen Hürden und wachsender Belastung auseinandersetzen müssen. Hinzu kommen Lieferengpässe bei wichtigen Medikamenten, die das System zusätzlich stressen und in den vergangenen Monaten für erheblichen Unmut bei Patienten und pharmazeutischem Personal geführt haben. Der jüngste Bericht der Süddeutschen Zeitung unterstreicht diesen Trend mit Fokus auf die Versorgungsengpässe in ländlichen Regionen. Das Thema bleibt also nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial hochbrisant.