TÜV SÜD: Worauf beim Kauf von Heimtrainingsgeräten zu achten ist

Der Jahresbeginn fühlt sich oft an wie der Startschuss für Fitnessvorsätze und ausverkaufte Studiokarten, aber ehrlich gesagt, ist die Motivation meist schnell wieder vorbei. Da wirkt das Training in den eigenen vier Wänden ziemlich verlockend – vorausgesetzt, die Ausrüstung stimmt und ist sicher. TÜV SÜD-Experte Florian Staudigl gibt Tipps, wie man passende Geräte auswählt und warum Qualität und Stabilität bei Liegestützgriffen, Hanteln und Bänken wichtiger sind, als viele denken.

heute 11:05 Uhr | 2 mal gelesen

Das richtige Equipment – kein Schnellschuss!

Bevor du zum Geldbeutel greifst: Überleg kurz, was dir beim Training ehrlich wichtig ist und wo das Gerät letztlich stehen soll. Viele unterschätzen, wie viel Platz selbst kleine Geräte in Anspruch nehmen – es braucht nicht nur Fläche für die Übungen selbst, sondern auch sozusagen Sicherheitsabstand für kleinere Missgeschicke oder Not-Abstiege. TÜV SÜD-Profi Florian Staudigl rät außerdem: Sei ehrlich zu dir selbst. Ein zu ambitioniertes Gewicht oder eine klapprige Konstruktion können dich schneller auf die Nase fallen lassen, als dir lieb ist.

Liegestützgriffe: Kleine Helfer, große Wirkung?

Liegestützgriffe versprechen viel für wenig Aufwand. Der Knackpunkt ist aber: rutschfeste Standflächen. Gerade auf glatten Boden können Verrutscher übel enden. Ergonomisch gebogene Griffe helfen gegen taube Hände, und überhaupt: Achte darauf, dass die Maximalbelastung weit über deinem Körpergewicht liegt. Plötzliche Kraftspitzen im Training werden gerne unterschätzt – und scharfe Kanten oder schlecht verschweißte Stellen sind ein klares No-Go.

Bei Hanteln zählt mehr als das Gewicht

Kurze oder lange Hanteln – egal, Hauptsache sie passen zu deinem Alltag. Der Halt der Gewichtsscheiben ist wichtiger als du denkst: Gute Schraubverschlüsse (und nein, das ist keine Sache für Grobmotoriker) oder Schnellverschlüsse verhindern lockernde Scheiben. Beim Material gibt es einen echten Zielkonflikt: Gusseisen hält ewig, aber dein Parkett freut sich mehr über Gummiummantelungen. Die Griffe sollten nicht rutschen. Magnesia oder Handschuhe helfen gegen schwitzige Hände – und ehrlich, Grip ist wichtiger als Style.

Trainingsbänke – stabile Basis gefragt

Bei Kraftübungen will niemand auf wackligem Grund trainieren. Deshalb: Schau dir die Maximalangaben wirklich an und überschreite sie nicht fahrlässig. Bankfüße sollten breit und griffig gummiert sein, stabile Mechanismen verhindern Nebenwirkungen wie plötzliches Nachgeben der Lehnen. Polsterung ja, aber alles zu weich ist auch Mist – dein Rücken braucht Halt, kein Sofa-Gefühl. Haltbare Nähte und robuste Bezüge zahlen sich später aus, versprochen.

Gefahrenquelle: schlechtes Aufstellen

Am Ende nutzt das beste Gerät nichts, wenn’s falsch steht. Eben, rutschfest und mit genug Bewegungsfreiheit – so ersparst du dir und deinen Mitbewohnern unfreiwillige Slapstick-Einlagen. Gerätematten helfen gegen Lärm und schützen Böden. In Haushalten mit Kinder besser Geräte sichern oder wegsperren – nicht jeder will kleine „Fitnesstrainer“.

Siegel geben Sicherheit

Achte beim Kauf auf das TÜV SÜD-Oktagon oder das GS-Zeichen. Die stehen dafür, dass das Produkt auch abseits von hübscher Verpackung hält, was es verspricht. Ein Siegel bringt nach einem anstrengenden Satz Bankdrücken ein besseres Gefühl – und weniger Sorgen.

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Pressekontakt: Dirk Moser-Delarami, TÜV SÜD, Public Relations, Westendstr. 199, 80686 München, Tel: +49 89 5791-1592, E-Mail: dirk.moser-delarami@tuvsud.com, Web: tuvsud.com/presse

Die Nachfrage nach Heimtrainingsgeräten bleibt weiterhin hoch, besonders zum Jahreswechsel, wenn Fitnessziele ganz oben auf der Agenda stehen. Wer in eigene Geräte investiert, sollte nicht nur auf Funktionen oder Preis, sondern auch auf Aspekte wie Belastbarkeit, Verarbeitung und Sicherheitszertifikate wie das GS- oder TÜV SÜD-Siegel achten. Gerade in Mehrpersonenhaushalten und Mietwohnungen lohnt es sich, auf Bodenmatten und kindersichere Aufbewahrung zu achten. Neuere Marktanalysen weisen darauf hin, dass sich immer mehr Verbraucher für modulare Geräte entschieden, die sich platzsparend kombinieren lassen. Auch digitale Angebote – zum Beispiel Geräte mit App-Anbindung – gewinnen im Heimsportbereich an Bedeutung. Die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit schlecht gesicherten Home-Gyms ist zuletzt leicht gestiegen, was Experten Anlass gibt, noch stärker auf die Bedeutung geprüfter Sicherheit und regelmäßiger Kontrolle hinzuweisen.

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