Auftaktgespräch: NDR startet Dialogformat ‚Hamburger Vielfalt‘ – Fokus auf Pluralität im Klassenraum

In Hamburg fragen sich viele: Wie machen wir unsere Schulen zu Orten, an denen Unterschiedlichkeit als Bereicherung empfunden wird – und nicht bloß als Hindernis? Am Montagabend war Auftakt für die neue Dialogrunde zur ‚Hamburger Vielfalt‘ beim NDR. Ziel ist, Raum für ehrlichen Austausch zu schaffen und aktuelle gesellschaftliche Themen durch unterschiedliche Blickwinkel ins Licht zu rücken. Eingeladen waren neben NDR und dem Netzwerk muslimischer Akademiker e.V. auch Fachkräfte und Stimmen aus dem Hamburger Bildungswesen.

heute 11:22 Uhr | 2 mal gelesen

Hendrik Lünenborg, Intendant des NDR, betonte die Bedeutung eines echten Austauschs: "Unsere Aufgabe ist es, den Menschen zuzuhören und Diskussionen anzuregen." Unter der Leitung von Yared Dibaba kamen Politikerin Ksenija Bekeris, Elternvertreterin Simone Kohl, eine Hamburger Schülerin und ein Lehrer zu Wort. Im Vordergrund stand, wie Vielfalt – ganz gleich ob religiös, kulturell oder sprachlich – den Schulalltag verändern und bereichern kann, aber auch, welche Stolpersteine sich auftun. Dabei wurde offen über den Spagat gesprochen, vor dem vor allem Lehrkräfte, Familien und die Politik stehen. Auch das Publikum meldete sich mit eigenen Erfahrungen und Vorschlägen. Die Reihe soll keine Einbahnstraße sein, sondern einen Brückenschlag zwischen den verschiedenen Lebenswelten Hamburgs ermöglichen. Bereits seit 2023 bringt der NDR so unterschiedlichste Akteure zusammen; Themen wie Wohnen, demokratisches Engagement oder das facettenreiche Vereinsleben waren jüngst auf der Agenda. Ziel bleibt, nicht nur zu reden, sondern Vernetzung zu schaffen und nachhaltigen Dialog in der Stadt mit Leben zu füllen. Die Veranstaltungsreihe läuft auch 2026 weiter.

Der erste Abend der neuen Staffel von ‚Hamburger Vielfalt‘ stand ganz im Zeichen der Frage, wie Schulen Akzeptanz für Diversität über bloße Toleranz hinaus fördern können – ein Thema, das nicht nur Eltern, sondern auch Lehrerinnen, Schüler und Politik umtreibt. In Hamburg ist die gesellschaftliche Durchmischung in der Schule längst Alltag: Wie Lehrkräfte, Familien und Verantwortliche damit umgehen, war ebenso Gegenstand der Podiumsdiskussion wie der Blick auf strukturelle Hürden und gelungene Beispiele. Neuere Berichte betonen zudem, dass im Zuge wachsender Polarisierung der Dialog zwischen den Stadtgesellschaften an Bedeutung gewinnt, und fordern, Plätze für offene Begegnungen und innovative Ansätze zu schaffen – davon profitieren letztlich alle Beteiligten. Ergänzend: Recherchen zeigen, dass Vielfalt in Schulen bundesweit zunehmend nicht mehr als reines Integrationsziel gesehen wird, sondern als Ausgangspunkt für Bildungsinnovationen. Ein Bericht bei der ‚Zeit‘ unterstreicht, dass multiperspektivisches Lernen die Empathie unter Schülern fördert und Diskriminierung langfristig abbauen kann. Laut einer aktuellen Untersuchung, die bei der ‚Süddeutschen‘ diskutiert wurde, wünschen sich viele Lehrkräfte gezielte Fortbildungen und bessere institutionelle Unterstützung im Umgang mit Vielfalt.

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