Mineralwasser bleibt Lieblingsgetränk in Deutschland – Absatzrekorde 2025

Still oder sprudelnd: Die Deutschen trinken immer mehr Mineralwasser. Neue Zahlen des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) zeigen, dass 2025 satte 10,2 Milliarden Liter Mineral- und Heilwasser konsumiert wurden – das ist pro Kopf ein klares Plus und bestätigt den fortwährenden Trend zum Naturprodukt.

heute 11:22 Uhr | 1 mal gelesen

Es ist schon fast seltsam, wie sehr Mineralwasser die deutsche Trinkkultur durchdrungen hat. Während manche an Limonade nippen oder auf hippe Detoxsäfte schwören, greifen viele hierzulande weiterhin bevorzugt zum Wasser aus der Flasche. Das liest sich jedenfalls in den aktuellen Veröffentlichungen des VDM so: Geschäftsführer Jürgen Reichle sieht darin nicht nur ein Modephänomen, sondern eine Wertschätzung für natürliche Ressourcen aus der Region. Was auffällt: Vor allem stilles Wasser legt weiter ordentlich zu, über sechs Prozent mehr im Jahr 2025. Heilwasser, vielleicht etwas unterschätzt, hat es auch nach vorn geschafft. Die Branche als Gesamtheit wächst moderat, aber stabil – und das trotz der aktuell nicht gerade einfachen Zeiten für Lebensmittel und Getränke. Reichle ist überzeugt, dass das nicht zuletzt dem Vertrauensvorsprung des Produkts geschuldet ist: Qualität wird geschätzt, Geschmack sowieso. Interessant, wie Mineralwasser von einer Alltagsware zum Symbol eines bewussten Lebensstils stilisiert wird. Laut Kantar-Studie entscheiden sich 90 Prozent der Befragten ganz bewusst fürs Mineralwassertrinken. Und nur am Rande: Die Reinheit ist fast ebenso wichtig wie der Geschmack. Was bleibt? Mineralwasser scheint mehr zu sein als nur ein gewöhnlicher Durstlöscher – zumindest, wenn man den Zahlen Glauben schenkt. Vielleicht liegt darin auch ein wenig Nostalgie, immerhin wird dem Naturprodukt seit Jahrtausenden viel Wert beigemessen. Und ehrlich gesagt: Es spricht ja wenig dagegen, für diesen schlichten Klassiker weiterhin regelmäßig zum Glas zu greifen. Die Absatzzahlen sprechen für sich.

Der Trend zum Mineralwasser hält unvermindert an: 2025 verzeichnete der deutsche Markt ein Absatzplus von 2,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Liter Mineral- und Heilwasser, während der Pro-Kopf-Verbrauch auf 128,8 Liter anstieg. Besonders gefragt ist weiterhin stilles Mineralwasser, das um 6,1 Prozent zulegte; auch Heilwasser fand mehr Käuferinnen und Käufer. Neuere Marktanalysen und Branchenberichte, etwa von der taz und der Süddeutschen Zeitung, beleuchten außerdem ökologische Aspekte wie die Bedeutung regionaler Quellen und die wachsende Rolle von Mehrwegsystemen – ein Aspekt, der laut 'Spiegel' vor allem unter jungen Konsumentinnen und Konsumenten für den umweltbewussten Wasserkauf relevant geworden ist. Die Gesundheitsdebatte um Leitungswasser versus Flaschenwasser hält ebenfalls an; während Leitungswasser günstig und ebenfalls überprüft ist, betonen viele Deutsche die besondere Qualität und Reinheit des Mineralwassers. Regionale Quellen erfahren zudem steigende Wertschätzung, da sie Arbeitsplätze sichern und Transportwege kurz halten.

Schlagwort aus diesem Artikel