BASF investiert mit rund 8,7 Milliarden Euro in sein neues Werk im südchinesischen Zhanjiang – der größte Einzelposten der Unternehmensgeschichte. Unternehmenschef Kamieth betont, dass in den Startjahren geringere Gewinne zu erwarten seien, da der Markt aktuell überversorgt ist und die Preise sowie Margen ein Rekordtief erreicht haben. Trotz geopolitischer Risiken – insbesondere Spannungen um Taiwan oder in der Golfregion – hält BASF an seiner China-Strategie fest, um nicht einen Großteil des Weltmarktes preiszugeben. Darüber hinaus bleiben Aussagen zu Ludwigshafen: Das dortige Werk ist und bleibt für BASF der wichtigste Standort. Aktuelle Berichte anderer Medien unterstreichen, dass der globale Chemiesektor generell unter Druck steht – insbesondere durch Überkapazitäten in Asien, den Rückgang der Nachfrage in Europa und anhaltend hohe Energiekosten durch die geopolitische Lage. Hinzu kommt: China forciert weiter eigenständige petrochemische Industrien, was zu zusätzlichem Konkurrenzdruck führt. Einig scheint man sich, dass – unabhängig von kurzfristigen Renditen – Investitionen in China für multinationale Unternehmen kaum zu umgehen sind.