BDI befürchtet wirtschaftliche Schäden bei AfD-Regierungsbeteiligung

Die Spitze des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) warnt eindringlich: Kommt die AfD in Landesregierungen an die Macht, drohen der deutschen Wirtschaft erhebliche Nachteile.

heute 00:02 Uhr | 3 mal gelesen

Tanja Gönner, die Hauptgeschäftsführerin des BDI, ließ in einem Interview mit dem 'Redaktionsnetzwerk Deutschland' durchblicken, wie groß die Sorgen in der Industrie wirklich sind. Sie sprach ungewöhnlich Klartext – eine Regierungsbeteiligung der AfD sei 'fatal'. Die wachsende Personalnot in deutschen Unternehmen macht es aus Sicht des BDI schlicht unvorstellbar, das Einwanderungsklima weiter zu verschlechtern. 'Gerade jetzt brauchen wir Fachkräfte aus aller Welt – jede Abschreckung würde uns doppelt treffen.' Auch wenn gesetzliche Spielregeln meist auf EU- und Bundesebene gesetzt werden, betonte Gönner, dass Landesregierungen das wirtschaftliche Klima nachhaltig prägen – oft subtil, aber spürbar. Die AfD, so Gönner, habe aus Sicht des BDI keine tragfähigen Ideen für die großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Statt Zuversicht und Investitionsfreude zu fördern, würde eine Regierungsbeteiligung vor allem Unsicherheit schüren und Wachstum ausbremsen. Augenzwinkernd fügte sie hinzu, dass die AfD in ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen bislang eher Löcher gräbt als Brücken baut – was so manche Unternehmenslenkerin im Land nervös werden lässt.

Der BDI warnt davor, die AfD in Regierungsverantwortung zu bringen, denn dies könne laut Tanja Gönner der Wirtschaft erheblich schaden. Insbesondere verweist der Verband auf den drohenden Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland nicht abzuschrecken. Gönner betont, dass auch Landesregierungen durch ihr politisches Klima die Standortattraktivität beeinflussen, und sieht in den AfD-Plänen keine Lösungen für die zentralen ökonomischen Herausforderungen Deutschlands. Aktuelle Recherchen zeigen, dass die Sorgen um den Fachkräftemangel in breiten Teilen der Wirtschaft geteilt werden: Aktuelle Berichte thematisieren einen beispiellosen Anstieg unbesetzter Stellen – gerade im Mittelstand – sowie erste Fälle, in denen ausländische Fachkräfte gezielt andere Länder wählen. Die politische Unsicherheit in Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung rechter Parteien lasse bereits einige Investoren zögern. Wirtschaftsexperten warnen zudem: Die deutsche Exportorientierung könnte unter einer Politik leiden, die auf Abschottung und Nationalismus setzt – was für viele Unternehmen, die global agieren, ein ernsthaftes Risiko darstellt.

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