Die geplante Wohngeldreform droht zur Kostenfalle für Städte und Gemeinden zu werden. Laut dem Deutschen Städtetag könnten viele Betroffene ohne Wohngeld erneut Leistungen der Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen, was zu Mehrbelastungen für die Kommunen führt. Das Verfahren rund um Anträge bleibt komplex, Fristen zu kurz und die zugesagte finanzielle Entlastung der Kommunen steht weiterhin aus. In aktuellen Berichten wird deutlich, dass von SPD bis CDU/CSU breite politische Debatten über die Finanzierung sozialer Leistungen laufen. Der Spiegel berichtet, dass die geplanten Veränderungen Teil eines größeren Haushaltskompromisses der Bundesregierung sind, die konkrete Ausgestaltung sorgt weiter für Unsicherheiten unter Ländern und Gemeinden. Mehrere Bürgermeister, so berichtet die Süddeutsche Zeitung, warnen aktuell erneut vor einer Überforderung der kommunalen Haushalte durch neue Sozialpflichten, da bereits in den Landkreisen an vielen Stellen das Geld knapp ist. Insgesamt ist auch bei Wohlfahrtsverbänden die Angst groß, dass die Reform die Wohnungsnot in Städten verschärft.