Beamtenbund bekräftigt Lohnforderung und stellt Warnstreiks in Aussicht
Volker Geyer, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbunds, verteidigt die Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn – mindestens jedoch 300 Euro – für die Landesbeschäftigten. In der 'Rheinischen Post' stellt er klar: 'Sollten die Arbeitgeber uns für utopisch halten, frage ich mich wirklich, in welcher Galaxie die leben.'
10.01.26 08:45 Uhr | 6 mal gelesen
Realitätsfern seien eher diejenigen, die die Notwendigkeit erhöhter Gehälter nicht erkennen wollen – so sieht es zumindest Geyer. Die massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten treffen längst nicht nur Großstädte; auch in kleinen Orten schlagen die Preise für den Alltag zu Buche. Seine Sicht: Die jetzige Forderung ist alles andere als überzogen. Geyer appelliert an die Tarifgemeinschaft der Länder, nicht mehr mit symbolischen Offerten aufzutreten, sondern ein ernstzunehmendes Gegengebot vorzulegen. 'Mit leeren Händen brauchen die Länder gar nicht erst erscheinen. Ein Alibi-Angebot führt zu nichts, der Wille zu einer Einigung muss erkennbar sein.' Andernfalls sei klar: Warnstreiks können schnell schmerzhaft werden. Räumdienste etwa – wie jüngst durch das winterliche Wetter gezeigt – seien essenziell für das Funktionieren des Alltags. Auch in Unikliniken könnte fehlende Einigung rasch zu Problemen führen. 'Ein gutes Angebot könnte die Sache für alle Beteiligten entschärfen', so Geyer. Auf den Hinweis, dass der öffentliche Dienst generell als sicherer Bereich gelte, konterte er: 'Ein sicherer Arbeitsplatz hilft wenig, wenn die Miete oder der Einkauf an der Kasse immer mehr belastet.'
Der Deutsche Beamtenbund hält an seiner Forderung nach sieben Prozent mehr Gehalt (mindestens 300 Euro) für Landesbeschäftigte fest. Volker Geyer bewertet dies als eine angemessene Reaktion auf die inflationsbedingt stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und warnt vor der Bereitschaft zu Warnstreiks, sollte es keine realistische Gegenofferte geben. Die Gewerkschaft reagiert damit auf Aussagen der Arbeitgeber, die das Anliegen als überzogen darstellen – Geyer pocht auf ernsthafte Verhandlungen und verdeutlicht den gesellschaftlichen Stellenwert der Landesbeschäftigten, was insbesondere in aktuellen Krisenzeiten sichtbar geworden sei.
**Ergänzt aus aktuellen Recherchen:**
In den letzten Stunden wurde bekannt, dass der Tarifkonflikt insbesondere durch die hohe Inflation und gestiegene Kosten für Energie und Mieten weiter angefacht wird. Gewerkschaften betonen, dass die Attraktivität des öffentlichen Dienstes im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft auf dem Spiel stehe und der Fachkräftemangel die Situation verschärfe. Während die Arbeitgeberseite auf die angespannte Haushaltslage der Länder verweist, kündigen Arbeitnehmervertreter an, die Beschäftigten auf mögliche Streiks und Aktionen vorzubereiten – die Verhandlungen werden als richtungsweisend für kommende Jahre bewertet.