Berliner Linke will gezielte Sprit-Hilfen für kleine Betriebe – Kritik an Wegners Tankpreis-Plänen

Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, fordert wegen steigender Spritpreise direkte Zuschüsse für kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe – und stellt damit die Politik des Regierenden Bürgermeisters öffentlich infrage.

07.04.26 05:03 Uhr | 56 mal gelesen

Elif Eralp, die derzeit im Fokus der Berliner Linken steht, macht sich für einen zeitlich begrenzten Kraftstoff-Zuschuss stark, der speziell kleine und mittlere Betriebe entlasten soll. Ihr Argument klingt bestechend einfach: Statt abstrakten Versprechungen oder einer Preisbremse, die letztlich wenig bewegt, braucht es praktische Lösungen, die unmittelbar im Alltag wirken. In diesem Zusammenhang lobt sie das Neun-Euro-Ticket als Erfolgsmodell der Vergangenheit und spricht sich für eine dauerhafte Reduzierung des Deutschlandticket-Preises aus. Interessant: Kai Wegner (CDU) setzt dagegen lieber auf einen Tankpreisdeckel nach polnischem Vorbild und das Aussetzen der CO₂-Steuer – Vorschläge, die Eralp als populistisch und wirkungslos brandmarkt. Sie bringt auf den Punkt, was vielen durch den Kopf geht: Die Politik müsse da entlasten, wo es wirklich nötig ist – und nicht bloß schöne (oder bequeme) Schlagzeilen produzieren. Eralp sieht vor allem in Branchen wie Handwerk, Pflege oder Logistik Gruppen, die auf ihre Fahrzeuge schlicht angewiesen sind. Der erwünschte Zuschuss könnte unkompliziert über die Steuer oder Kammern laufen. Ihr zweites großes Thema: Das Deutschlandticket müsse spürbar günstiger werden, 63 Euro seien für viele unerschwinglich. Eine Reduktion auf maximal 49 Euro – möglichst gemeinsam mit anderen Metropolen – hält sie für machbar, sogar finanziell. Letztlich eine typische Berliner Debatte: pragmatische Hilfe versus symbolische Politik.

In der Debatte um steigende Benzinpreise in Berlin tritt Elif Eralp mit der Forderung nach einem gezielten Zuschussprogramm für kleinere Unternehmen in den Vordergrund – sie sieht darin einen konkreten Weg, um Handwerk, Pflege, Liefer- und Service-Dienstleistern zu helfen, die nicht einfach aufs Auto verzichten können. Mit dieser Idee grenzt sie sich klar von den Pauschalforderungen nach Tankpreisdeckel oder Aussetzung der CO₂-Steuer ab, wie sie Regierender Bürgermeister Wegner ins Spiel bringt. Die Debatte um bezahlbare Mobilität verstärkt sich aktuell auch bundesweit: So berichtet die Süddeutsche Zeitung über ähnliche Forderungen nach sozial gestaffelten Energie-Entlastungen, die Zeit beschreibt die finanzielle Belastung von Unternehmen insbesondere in Ballungsräumen, und die taz beleuchtet wachsende Zweifel an Tankrabatten als Instrument staatlicher Intervention. Darüber hinaus fordern mittlerweile auch andere Akteure wie Verbände und Gewerkschaften, Unterstützung stärker zielgerichtet und möglichst unkompliziert zu gestalten. Recherchiert: Im Zuge der anhaltenden Debatte um hohe Kraftstoff- und Energiekosten gibt es zusehends Stimmen – etwa von Sozialverbänden, Verkehrsclubs und Wirtschaftsexperten –, die die Effektivität pauschaler Maßnahmen wie Tankpreisdeckeln in Frage stellen. Laut aktuellen Medienberichten (z.B. Süddeutsche) setze sich die Bundesregierung weiter mit gezielten Zuschuss-Instrumenten und Zuschlaglösungen für spezifische Gruppen auseinander, um Kostendruck gerecht zu verteilen. Insbesondere bei der Verknüpfung von Mobilität und sozialer Teilhabe wird die Notwendigkeit betont, besonders betroffene Gruppen – insbesondere im städtischen Raum – direkt zu unterstützen.

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