Bilger betont: Grönland-Einsatz kein Affront gegen USA

Steffen Bilger, Chefkoordinator der Unionsfraktion, unterstreicht die Unterstützung für die Beteiligung der Bundeswehr bei der Grönland-Mission. Es gehe, so Bilger, um Kooperation und nicht um Konfrontation mit den Amerikanern.

heute 10:16 Uhr | 4 mal gelesen

Mir scheint, am Ende zählt vor allem das, was das Ganze aussagen soll – so formulierte es Steffen Bilger Freitagvormittag gegenüber RTL und ntv. Aus seiner Sicht ist das Ziel eindeutig: die NATO zusammenhalten, und zwar ganz unabhängig davon, welche politischen Launen über dem Atlantik geschehen. Besonders hebt Bilger hervor, wie Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul in direktem Austausch mit Washington stünden. Das Band zur NATO sei nicht gerissen, betont der CDU-Politiker, und das müsse auch nach außen sichtbar bleiben. Die Bundeswehr und andere europäische Teams in Grönland, fügt er an, arbeiteten keinesfalls gegen die Amerikaner. Im Gegenteil: Die Übung dort solle zeigen, wie eng die Partner noch immer zusammenstehen – gerade in unsicheren Zeiten. Man könnte es fast als eine stille Demonstration von Zusammenhalt und Pragmatismus in eisiger Kälte sehen.

Bilger macht deutlich, dass die Präsenz europäischer Truppen – darunter die Bundeswehr – in Grönland kein Zeichen der Abgrenzung gegenüber den USA ist, sondern vielmehr ein Beleg für partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der NATO. Die Mission erfolgt vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen im arktischen Raum, mit Blick auf Sicherheit, Ressourcen und strategische Interessen. Inzwischen erhält das Thema mehr Aufmerksamkeit, da Staaten wie Russland und China ihren Einfluss im Norden auszubauen versuchen; dies zwingt europäische Länder und die USA dazu, ihre militärische und diplomatische Kooperation zu verstärken. Rückblickend hat Grönland immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, etwa mit den USA-Plänen unter Präsident Trump, die Insel zu erwerben – nun rücken Sicherheit und Zusammenarbeit ins Zentrum der Debatte. Experten weisen zudem darauf hin, dass klimatische Veränderungen das strategische Interesse an der Arktis weiter befeuern könnten.

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