Biontech hält an mRNA fest – Neue Wege trotz Gründer-Abgang

Der Mainzer Impfstoffpionier Biontech bleibt der mRNA-Technologie treu. Nachdem die Firmengründer gegangen sind, steuert das Biotech-Unternehmen mit frischem Wind und weitreichenden Plänen in die Zukunft.

heute 07:23 Uhr | 2 mal gelesen

Wer geglaubt hat, der Abschied der Biontech-Gründer würde das Unternehmen aus der Bahn werfen, liegt wohl daneben. Im Gegenteil – Biontech macht weiter. Vor allem setzt man nach wie vor große Hoffnungen auf die mRNA-Technologie. Kernprojekte wie die Krebsforschung (Stichwort: iNEST) laufen ungebremst weiter. Interessant ist allerdings, dass bestimmte frühe Forschungsansätze – unter anderem das Portfolio rund um CAR-T-Zelltherapien und RiboMAB – künftig unter dem Dach einer neu gegründeten Firma der ehemaligen Gründer fortgeführt werden sollen. Rund 300 Mitarbeitende könnten ebenfalls diesen Schritt mitgehen, wobei die Zahl offenbar noch nicht in Stein gemeißelt ist. Kurios am Rande: Denkbar ist sogar, dass eine weitere neue Firma entsteht. Und dann gibt’s da noch einen Nebenschauplatz: Biontech prüft offenbar den Verkauf einiger Wirkstoffkandidaten für entzündliche Erkrankungen aus dem Portfolio des übernommenen Biotheus-Unternehmens. Gespräche mit Kapitalgebern aus der Life-Science-Szene laufen wohl bereits – Details bleiben natürlich vertraulich. Irgendwie wirkt das Ganze wie ein Schachspiel, bei dem Biontech vorsichtig, aber entschlossen seine Figuren neu aufstellt.

Nach dem Abschied der Gründer richtet sich Biontech strategisch neu aus und hält gleichzeitig an der mRNA-Forschung fest, besonders im Bereich innovativer Krebstherapien. Die geplante Auslagerung früher Forschungsschwerpunkte – etwa CAR-T-Zelltherapie und RiboMAB – in eine neue Firma der Gründer markiert einen auffälligen Schritt, der auch personell Bewegung bringt: Rund 300 Mitarbeitende könnten wechseln, wobei diese Zahl noch nicht ganz fix zu sein scheint. Zusätzlich wird der Verkauf von Biotheus-Wirkstoffkandidaten für entzündliche Erkrankungen diskutiert, was bereits zu Gesprächen mit Wagniskapitalgebern geführt hat. Laut aktuellen Berichten diverser Fachportale bleibt Biontech besonders mit Blick auf künftige mRNA-Anwendungen für Krebstherapien und Precision Medicine international eine Schlüsselfigur im Biotechnologie-Markt. Auch gesellschaftlich rücken nachhaltige Innovationen und patientenorientierte Lösungen stärker in den Fokus – ein Trend, den Biontech aufgreift. Dennoch wächst der Wettbewerbsdruck insbesondere durch internationale BioTech-Großunternehmen und vielversprechende Start-ups, was eine Phase intensiver strategischer Neuausrichtung und Kooperationen wahrscheinlich macht.

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