Birkenmaier bringt nicht nur ein beeindruckendes Kontaktnetz aus früheren Kanzleramtsjahren und lernintensive Stationen im Parlament und Ministerium mit; seine Ernennung ist auch Teil eines klassischen Personalwechsels – Trennung auf Augenhöhe, zumindest nach außen. Die Gründe für Schröts Abgang bleiben offiziell freundlich, könnten aber auch eine Mischung aus Verschleiß und natürlichen Zyklen im Politikalltag widerspiegeln. Birkenmaiers Ernennung dürfte langfristige Weichen für die Regierungsführung und strategische Ausrichtung des Kanzleramts unter Merz stellen, denn der neue Kanzleramtschef gilt als sachlich, pragmatisch – und ziemlich durchsetzungsstark. Interessanterweise berichten Medien aktuell verstärkt auch über Unruhe in der CDU und Herausforderungen für die Regierung in Sachen Migration sowie der geplanten Neuausrichtung der Klima- und Wirtschaftspolitik. In den letzten Tagen wurde Merz zudem für seine Kommunikation zu außenpolitischen Themen und dem Umgang mit der AfD in ostdeutschen Bundesländern teils scharf kritisiert (Quelle: SPIEGEL). Gleichzeitig läuft die Suche nach weiteren Führungspersonal für strategische Schlüsselpositionen – offenbar ist noch lange nicht alles besetzt (Quelle: FAZ). Die Herausforderungen der kommenden Monate werden jedenfalls erheblich sein: wirtschaftlicher Umbau, Europasicherheit, Haushaltskürzungen – und eine Partei, die alles andere als geschlossen wirkt.
05.01.26 15:38 Uhr