Ein Blumenstrauß ist weit mehr als schmückendes Beiwerk – er ist Endprodukt von Geschick, Geduld und Erfahrung. Thomas L. Kemmerich bringt diese Perspektive zum Jahrestag des damals so viel diskutierten Blumenwurfs auf den Tisch: 'Wer Blumen auf den Boden schleudert, tritt auch ein Stück landwirtschaftlichen und handwerklichen Stolz mit Füßen', meint er. Im Zeichen dieser Wertschätzung hat Kemmerich auf Instagram eine kleine Kampagne gestartet: BürgerInnen laden dazu ein, fleißige und oft übersehene Mitmenschen – die berühmten 'stillen HeldInnen' – vorzuschlagen, damit sie einen floristischen Meisterstrauß erhalten. Politiker*innen? Ausdrücklich ausgeschlossen. Hinter all dem steht die Vision, dem Mittelstand seine verdiente Bühne zurückzugeben. 'Wertschätzung fängt bei den kleinen Dingen an – ob beim Brot oder beim Blumenstrauß', sagt Kemmerich. Die glücklichen EmpfängerInnen der handgebundenen Sträuße werden Ende Februar bekannt gegeben, in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Floristikbetrieb. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Blütenpracht diesmal nicht fliegt, sondern Freude bringt.
Kemmerich betont am sechsten Jahrestag des Thüringer 'Blumenwurfs' die Bedeutung von Wertschätzung für Handwerk und Mittelstand – statt politischer Provokation steht diesmal die Anerkennung handwerklicher Arbeit im Fokus. Seine Kampagne auf Instagram ruft dazu auf, Alltagsheld*innen aus dem nicht-politischen Bereich zu nominieren und so den Blick auf diejenigen zu lenken, die tagtäglich mit ihrem Können das Rückgrat der Gesellschaft bilden. Ergänzend berichten mehrere Medien aktuell, dass in Thüringen der politische Umgang zwischen den Parteien nach wie vor polarisiert, während zugleich bundesweite Initiativen für mehr Anerkennung von Handwerksberufen an Fahrt aufnehmen und Floristen sich vermehrt gegen Missbrauch ihrer Produkte für politische Zwecke positionieren.