Ehrlich gesagt hätte ich vor einigen Jahren nicht damit gerechnet, dass der traditionsreiche Rodelsport seine eigene KI bekommt. Aber: Genau das passiert jetzt. Der Internationale Rodelverband (FIL) greift in die digitale Trickkiste und schickt mit LAIA – einem KI-Chatbot, spezialisiert auf alles rund ums Rodeln – ein ziemlich ambitioniertes Projekt ins Rennen, noch ehe in Mailand und Cortina wieder um Medaillen gekämpft wird.
"Das zeigt, dass wir mehr wollen als nur schnelle Schlitten – wir wollen auch smarte Lösungen auf die Bahn bringen!", lässt FIL-Präsident Fogelis durchblicken. Und tatsächlich: LAIA soll zu einer Art digitalem Dreh- und Angelpunkt für Sportler, Trainer, Offizielle, Medien und Fans werden. Statt mühsam nach alten Ergebnissen zu kramen oder sich durch PDFs mit Streckenprofilen zu kämpfen, reicht demnächst ein Chat mit der KI, um an Daten zu kommen. Sogar historische Trends und launige Anekdoten aus der Rodelgeschichte sind darin aufbereitet – auf ehrfurchtgebietenden 42.000 Rennergebnissen gründend, teils bis ins Jahr 1950 zurück.
Das Faszinierende daran? LAIA spuckt nicht nur Listen aus, sondern kann echt tiefergehende Analysen fahren: Wer wurde wo und wann unschlagbar, wie entwickeln sich Leistungskurven, und welche Strecken verursachen bei den Fahrer:innen das größte Herzklopfen? Und weil es ohne Spielerei wohl zu ernst wäre, gibt’s sogar ein virtuelles Rodelspiel mit Olympiasieger Felix Loch – inklusive der Möglichkeit, seine Lenk-Moves fast real nachzuahmen. Lustig – aber auch lehrreich.
Natürlich steht bei all dem die Vorbereitung auf die Winterspiele 2026 im Fokus: LAIA bringt Vorhersagen, Statistiken samt Testrennergebnissen und individuelle Streckenguides aufs Handy oder den Rechner – nützlich vor allem, wenn man wissen will, wo die Rodelreise hingehen könnte. Und noch ein interessanter Twist: Nicht nur die Fachleute profitieren davon. Selbst Laien oder Gelegenheitsfans werden unkompliziert ins Wissen rund ums Rodeln eingeführt.
Das Ganze wurde von Julian von Schleinitz, einem Ex-Weltcupprofi und KI-Fachmann, angeführt – er bringt offenbar sowohl das technische Know-how als auch das nötige Herzblut mit. Wie schnell Innovationen in den Sport Einzug halten, sieht man hier besonders deutlich. Hätte man sowas 2022 in Peking gedacht? Kaum. Doch die Entwicklung rast – heute ist so ein System möglich, ja beinahe selbstverständlich.
Am Ende bleibt für mich die Frage: Macht das den Sport nur zugänglicher, oder verändert es auch die Rolle von Expert:innen, Trainer:innen und Fans? Ehrlich, ich finde beides bedenkenswert. Sicher ist: So ein Schritt setzt neue Maßstäbe – und vielleicht fängt mancher bald selbst an, virtuell die berühmten Kurven von Cortina zu meistern.
Der FIL hat mit LAIA einen KI-gestützten Assistenten für den Rodelsport entwickelt, der pünktlich zu den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 an den Start geht. Die Webanwendung bündelt umfangreiche Rennergebnisdaten, ermöglicht historische und aktuelle Analysen sowie spezifische Streckeninformationen und interaktive Features für Sportler, Trainer, Medien und Fans – inklusive einer virtuellen Rodelsimulation mit Felix Loch. Mit diesem Schritt will der Verband Wissen und Zugang zum Sport niedrigschwelliger gestalten, moderne Kommunikationswege fördern und neue Perspektiven für die digitale Entwicklung in Nischensportarten aufzeigen. –
Erweiterte Recherche: Darüber hinaus berichten verschiedene Nachrichtenportale, dass auch in anderen Sportarten KI-Assistenten Einzug halten, etwa bei der Sportanalyse oder der Vorhersage von Ereignissen. Bei den kommenden Olympischen Spielen wird die Digitalisierung gesamtheitlich vorangetrieben – von Livestreaming über KI-gesteuerte Kameras bis hin zum Einsatz von Virtual-Reality-Angeboten für Fans. Die konkrete Entwicklung der KI-Infrastruktur könnte langfristig dazu führen, dass auch andere kleinere Sportarten auf derartige Systeme setzen, was wiederum neue Möglichkeiten der Inklusion und Datenanalyse ermöglicht.