Viele Mittelständler und lokale Anbieter verlassen sich auf bewährte Strategien: Sie setzen auf Qualität, nahbare Beziehungen und Mundpropaganda. Die digitale Realität – sprich: der Google-Eintrag – dümpelt hingegen im Halbschlaf dahin. Doch gerade dort droht Ungemach. Plötzlich tauchen missmutige Bewertungen auf, oft anonym und kaum greifbar. Man kann sich bildlich vorstellen, wie ein Team im Büro sitzt und rätselt: Wer war das? Was können wir tun? Leider sind diese negativen Kommentare wie Kletten, die man nicht so leicht abschüttelt – sie kleben ewig am Online-Profil, formen unaufhaltsam das Bild, das künftige Kunden zuallererst wahrnehmen.
Und: An der Realität vorbei, beeinflussen diese Einträge Sichtbarkeit, Kundenanfragen – und letztlich oft den Umsatz. Plattformen wie Google oder Kununu sind längst zu Gatekeepern geworden, deren Algorithmen Negatives oft stärker gewichten als Positives. Besonders krass kann's werden, wenn Blogs oder externe Seiten schlechte Bewertungen aufgreifen und hoch ranken. Die Folge? Weniger Anfragen, verlorenes Vertrauen – und im schlimmsten Fall reagieren nicht nur Kunden, sondern auch Bewerber abgeschreckt. Der „Schwarze-Peter“ wird Unternehmen damit schnell zum Boomerang.
Was tun? Erstmal: Nicht den Kopf in den Sand stecken. Junghans Marketing schwört auf systematische Analyse aller Einträge, gefolgt von einer rechtlichen Prüfung: Was davon ist löschbar? Was muss bleiben? Auf Basis dieser Bestandsaufnahme folgt eine Strategie, die nicht beim punktuellen Flickwerk haltmacht, sondern langfristig wirkt: Regelmäßige Pflege, aktives Reagieren – und vor allem, positive Rückmeldungen sichtbar machen. Kurz: Wer nur abwartet, wird abgehängt.
Warum externe Hilfe Gold wert sein kann? Die Profis übernehmen (und entlasten damit das ohnehin knappe Team), sind fit in Technik und Recht und bieten dazu einen objektiven Blick von außen. Am Ende steht ein digitales Bild, das der tatsächlichen Leistung nicht bloß ähnelt, sondern sie widerspiegelt – so dass potenzieller Ärger sich wieder in Wachstum verwandeln lässt.
Der Beitrag verdeutlicht, wie unterschätzt die Wirkung einzelner negativer Bewertungen für kleine und mittlere Unternehmen wirklich ist – und dass sich die Folgen weit über Umsatzeinbrüche hinausziehen können. Sie beeinträchtigen nicht nur das Vertrauen potenzieller Kunden, sondern auch die Mitarbeitergewinnung und die allgemeine Wahrnehmung der Firma im Netz. Google und andere Plattformen handeln häufig zögerlich, wenn es um Löschungen geht, und schlechte Rezensionen bleiben daher präsent. Die Relevanz des Themas wächst, da laut aktuellen Studien (etwa der Bitkom Research) fast 70 % der deutschen Konsumenten Online-Bewertungen bei der Kaufentscheidung einbeziehen.
Neue Gesetzgebungen in der EU verschärfen zudem die Anforderungen an Plattform-Betreiber, transparent gegen Fake-Bewertungen vorzugehen (Digital Services Act). Zeitgleich warnen Fachportale: Ein Großteil der Unternehmen unterschätzt weiterhin, wie wichtig es ist, aktiv mit Bewertungen umzugehen und frühzeitig positive Stimmen zu fördern, um ihre Reputation abzusichern. Seriöses Reputationsmanagement ist damit keine Kür mehr, sondern Pflicht – gerade in Zeiten, in denen KI-generierte Fake-Rezensionen zunehmen und Bewertungen immer öfter Gegenstand von Medienberichten werden.